Donnerstag, 27. Dezember 2007

Weihnachtskonzert

Hallo!
Da ich hier an der Musikschule Schlagzeug- und Gitarrenunterricht nehme, war ich natürlich auch bei dem Weihnachtskonzert von dieser dabei. Mit meinem Lehrer Robin und acht weiteren Gitarristen haben wir "Noche de Paz", also "Stille Nacht, heilige Nacht" gespielt. Das Konzert fand am Vorabend von Heiligabend in der Kathedrale von Santiago statt.
Es war zwar nicht ganz so voll, wie bei den Weihnachtskonzerten des GaWs , aber dennoch sind viele Leute in diese sehr schöne Kirche gekommen. Zu dem Konzert wurde die Weihnachtsgeschichte erzählt und an passenden Stellen gab es eine musikalische Untermalung. Am Anfang trat ein kleines Orchester mit Klavier, Schlagzeug, Geigen, Sängerinnen, Bass, Gitarre und einigen Flöten auf. Später gab es noch eine Art Krippenspiel, eine Tanzdarbietung und vieles mehr. Allgemein war es etwas peppiger als die Weihnachtsgottesdienste oder Konzerte in Deutschland, was auch besser zu der Mentalität der Menschen hier passt. Unser Auftritt hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich insgesamt neun Gitarren schon ziemlich viel für ein einziges Stück fand. Die Fotos sind ziemlich dunkel, da ich ein Problem mit meinem Blitz hatte.
Bis dann und viele liebe Weihnachtsgrüße aus der Dominikanischen Republik!
Jan David

Weihnachtskonzert

Sonntag, 16. Dezember 2007

Die Fortbewegung

Hallo!
Die Fortbewegung hier ist etwas anders als in Deutschland und ich finde es lohnt sich einmal darüber zu schreiben. Zum einen gibt es die privaten und zum anderen die öffentlichen Verkehrsmittel. Privat fahren viele Leute, die es sich leisten können einen Jeep, denn teilweise sind die Straßen echt mies. Wenn man nicht gefahren werden kann, kann man ein Taxi rufen. Dies kostet ungefähr 150 Pesos, also drei Euro. Das klingt zwar recht günstig, aber auf die Dauer läppert es sich dann doch ganz schön. Ansonsten gibt es noch die wirklichen öffentlichen Verkehrsmittel:

  • Der Voladora / Guaga
    Dies ist ein Minibus, der bestimmte Routen abfährt. Er ist in etwa so groß wie ein VW-Bulli. Seine Seitenschiebetür ist immer geöffnet und eine Person guckt raus und achtet darauf, wer mitfahren möchte. Man stellt sich also am Straßenrand einer Route und wartet bis man den Guaga sieht, streckt dann den Arm aus und wartet bis dieser anhält. Man muss ungefähr 15 Pesos, also ein Zehntel eines Taxis bezahlen. Eigentlich ist diese Art der Fortbewegung ziemlich bequem, auch wenn es eigentlich immer sau eng ist und die Leute sehr schwitzen. Allerdings kann man auch manchmal Pech habe und einem wird ein Fernseher oder so auf den Schoß gesetzt, der einem bei jedem Schlagloch in die Rippen rammt, wie mir heute. Wenn der Guaga sehr voll ist kann es auch vorkommen, dass man sich in der Tür hängen muss. Dort ist es zwar angenehm frisch, aber es nervt schon ein bisschen sich da immer festzuklammern. Ich habe schon 27 Personen in einem Guaga gesehen, aber dann ist die Kapazität endgültig erschöpft.

  • Das Concho
    Der Concho funktioniert genauso wie ein Guagua. Allerdings sind das normale Autos die die Strecken abfahren. In ein solches Concho passen dann sechs Passagiere, zwei vorne und vier auf der Rückbank. Obwohl diese Conchos eigentlich das Gleiche wie Guaguas machen, bezahlt man nur 10 Pesos für eine Fahrt.

  • Das Motoconcho
    Das Motoconcho ist eine Art Motorradtaxi. Die Motorradfahrer fahren mit einem speziellem Leibchen die größeren Straßen aufund ab und warten darauf, dass jemand sie auffordert sie mitzunehmen. Dann sagt man wohin es gehen soll, verhandelt über den Preis und schon geht es los. Natürlich ohne Helm. Auf ein Motoconcho passen mit dem Fahrer zwei weitere Personen und z.B. Gitarren. Man sieht auch private Motorräder mit vier Menschen drauf, aber mehr geht dann auch nicht.

Im Moment gibt es bei uns ein kleines Verkehrschaos. Ich wohne ein wenig abseits von Santiago und die Straße dahin wird auf großen Strecken umgebaut, denn sie soll verbreitert werden. Eigentlich ein sehr gutes Anliegen, allerdings nicht so genial geplant. Zunächst wurden große Strecken dieser Straße einfach aufgerissen, sodass da anstatt einer geteerten Straße nur noch eine Sandpiste existiert. Diese wurde von den extremen Regengüssen in der letzten Zeit deutlich in Mitleidenschaft gezogen und ist voll tiefer Schlaglöcher und nur noch bedingt befahrbar. Wir sind sofort auf eine andere Straße ausgewichen. Dies taten dann aber relativ schnell viele andere Autofahrer auch, sodass es zu großen Staus kam und auch diese Straße in den Dutt ging. Nun müssen wir wieder die andere Straße nehmen. Obwohl es nur ein guter halber Kilometer ist, auf der die Straße in diesem katastrophalen Zustand ist, braucht man dafür eine gute Viertelstunde. Manchmal wünsche ich mir das deutsche Straßenbauamt hierher...
Bis dann und viele liebe Grüße!
Jan David

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Schietweder

Hallo!
Manchmal vermisse ich hier meine Schuhe aus Deutschland. Wenn ich in den Bergen bin, vermisse ich meine Wanderschuhe, im Fitnesscenter meine Sportschuhe und im Moment meine Gummistiefel. Denn diese wären im Moment das ideale Paar Schuhe, denn es zieht mal wieder ein Sturm über die schöne Insel Hispaniola hinweg, sodass wir wieder ganz viel Regen abbekommen. Zwar scheint zwischenzeitlich immer wieder die Sonne, aber die düsteren Wolken wollen sich einfach nicht verziehen. Gestern war unsere Auffahrt mal wieder überflutet, Erinnerungen an den Hurricane wurden wach. Diesmal aber konnte ich mein Wohngebiet dennoch verlassen und hatte somit die Möglichkeit die Folgen des Regens draußen zu sehen. Es war genau wie ich es erwartet hatte. Viele Grundstücke waren überschwemmt und auch einige Häuser standen teilweise unter Wasser. Die Straße war von riesigen Pfützen beherrscht und stand auch auf großen Strecken unter Wasser. Jetzt war ich doch sehr froh darüber, dass wir einen Edeljeep fahren, obwohl ich diese Dinger eigentlich hasse. So kommt alles zu seinem Zweck.
Bis dann und viel liebe Grüße!
Jan David

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Mit amerikanischen Augenärzten

Hallo!
Es ist zwar schon etwas her, aber jetzt komme ich endlich dazu von einer weiteren Hilfsaktion mit ILAC zu berichten. Vor zwei Wochen kamen amerikanische Augenärzte mit tausenden von Brillen hierher um die Menschen vom Land mit dringend benötigten Sehhilfen auszustatten. Da mich die Koordinatorin von diesem Projekt schon von der Aktion mit den deutschen Ärzten her kannte, fragte sie mich, ob es möglich sei, dass ich zum Übersetzten mitkomme. Wieder war ich Feuer und Flamme, doch zunächst musste ich mich wie immer um alle Erlaubnisse kümmern. Alles schien wunderbat bis ich bei AFS anfragte. Dort war man dagegen, dass ich wieder ein paar Tage lang nicht zur Schule gehe um ILAC zu helfen. Nach langem Geringe durfte ich dann einen Tag gehen. Aber dieser Tag hat sich echt gelohnt.
Ich musste um halb sechs aufstehen, denn das Frühstück im ILAC-Center fand um sechs Uhr statt. Dort angekommen habe ich dann auch endlich die Gruppe kennengelernt. Es waren sehr nette, aber auch relativ strenge Leute. So musste man aufpassen, dass man KEIN einziges Schimpfwort über die Lippen bringt, was am Anfang gar nicht so leicht war, denn ich war ja gewöhnt immer mit Jugendlichen auf Englisch zu sprechen. Nachdem ich mich den Sitten angepasst habe, ging es endlich mit dem Bus in die Berge zu dem Dorf in dem wir an diesem Tag helfen sollten. Dort angekommen, wurde mir meine Aufgabe erklärt. Ich arbeitete in der Brillenausgabe und sollte Brillen nach dem vom Augenarzt ausgestellten Rezept raussuchen, den Leuten diese erklären und den Ärzten bei gegebenen Verständigungsproblemen zur Seite stehen.
Die Zeit verging wie im Fluge und plötzlich saßen wir schon im Bus auf der Rückfahrt. Dort hatten Hannah und ich noch sehr viel Spaß mit einer Ärztin und dem Fahrer, die wir schon von vorher kannten. Wir haben schön laut auf Spanisch geredet und konnten auch wieder die verpönten Kraftwörter benutzen. Nur einmal ist mir zu Hannah rausgerutscht:" Well I am so fucking tired right now...", daraufhin erntete ich einen ganz bösen Blick von einer eigentlich sehr netten Ärztin.
Zu Hause angekommen schenkten uns die Amerikaner noch als Dankeschön für die Hilfe zwei Riesenpötte Erdnussbutter. Typisch amerikanisch. Und alle die Hannah kennen, können sich vorstellen wie sie sich darüber gefreut hat.
Bis dann und noch viele liebe Grüße von der Insel!
jd


Brillen für die Welt

Freitag, 7. Dezember 2007

Die Zeit der Examen

Hallo!
Wir schreiben in Moment die Halbjahresexamen, die zweitwichtigsten Examen im Schuljahr. Da diese Examen doch ein wenig anders ablaufen als in Deutschland, ist es wert darüber zu berichten.
In diesen drei Wochen wird für jedes Fach das Examen geschrieben. Diese Prüfungen zählen 100 Punkte und sind damit so wichtig wie zweieinhalb normale Examen. Wenn man in einem Fach überdurchschnittliche Leistungen erbracht hat, dann muss man diese Prüfung in dem Fach nicht schreiben. Da wir nur für die Prüfungen, also für ein bis zwei Stunden, in die Schule kommen, kann es passieren, dass einige Leute im Moment fast gar nicht zur Schule gehen müssen. Im Vorfeld gab es einen Zettel mit allen Verhaltensregeln während der Zeit der Examen. z.B. muss man einen traditionellen Haarschnitt haben. Also alles schön kurz bei Männern. Zum Glück wurde ich mit meiner Frisur noch nicht angesprochen, wie es einigen meiner Freunden passiert ist.
In der Schule kontrollieren die Lehrer, auf dem Weg nach oben zu den Klassenräumen, ob man irgendetwas unerlaubtes, wie Spickzettel oder Handys bei sich trägt. Die letzteren sind deshalb verboten, weil es oft vorgekommen ist, dass Freunde sich die Lösungen per SMS zugeschickt haben. Im Klassenraum angekommen werden die einzelnen Klassen geteilt, die eine Hälfte geht in den Klassenraum einer anderen Klasse. Nach dieser Prozedur bekommt man es endlich, das Examen. Dieses ist immer ewig lang aber sehr einfach.
Nachdem man fertig ist, wartet man, bis man wieder abgeholt und nach Hause gefahren wird. Jeder in seinem eigenen Auto, denn Busse oder Fahrgemeinschaften sind kaum verbreitet. Ich kann es einfach nicht verstehen, warum ich mich um halb Sieben aus dem Bett quälen muss, um um Zehn wieder zu Hause zu sein.

Ich hoffe ihr konntet einen kleinen Einblick in das dominikanische Schulsystem bekommen. Bis dahin noch viele sonnige Grüße!
Jan David

_______
Anmerkung der Redaktion: Der Autor hat vermutlich das spanische "el examen" mit dem deutschen "Examen" übersetzt. Weiter evtl. treffendere Übersetzungen gibt es hier.

Freitag, 30. November 2007

Con los medicos de Alemania

¿Hola, commo estan?
Genauso herzlich wurden wir, die Gruppe der deutschen Ärzte und ich, in Las Lagunas empfangen. Das ist der Name des kleinen Dorfes in den Bergen in der Mitte der dominikanischen Republik. Für uns war es der Ort an den wir gekommen waren um den Leuten so gut wie es geht medizinische Hilfe zu bieten. Mit vier Internisten, drei Zähneärzten, zwei Krankenschwestern, einer Physiotherapeuten, einem Kinderarzt und einem Apotheker und mir ging es am Montag, dem 19 November los in die Berge. Am Ziel angekommen mussten wir zunächst die Apotheke mit den Medikamenten bestücken, die Zimmer beziehen und nach der über vierstündigen Busfahrt über Stock und Stein etwas essen. Gewohnt haben wir in Häusern von Familien, die uns freiwillig aufgenommen haben. Bekocht wurden wir zentral von einer Familie, die sich freundlicherweise dazu bereiterklärt hat. Wir wurde mit großer Gastfreundschaft empfangen.
Am Dienstagmorgen begann dann der erste Arbeitstag. Ich sollte bei Thomas, einem Internisten aus Garmisch-Patenkirchen arbeiten. Meine Aufgabe bestand darin zu übersetzen und mit den Patienten zu reden. Nach einiger Zeit wusste ich langsam, was ich fragen soll und wie ich auf eine bestimmte Beschreibung eines Problems eingehen soll.
Am Dienstag kamen weitere Übersetzer, sodass ich von dem Internisten zum Kinderarzt versetzt wurde, wo ich dann bis zum Ende blieb. Im Gegensatz zu allen anderen, die aus dem tiefen Süden Deutschlands kamen, war er wie ich aus dem Norden und wohnt nur 40 Kilometer von mir zu Hause weg. Die Arbeit bei dem Kinderarzt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war schön den ganzen Kleinen zu helfen und sie von Problemen und Krankheiten zu befreien. Sehr froh war ich, dass es keine ernsthaften Erkrankungen gab. Die meisten klagten über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Parasitenbefall auf der Haut. Auch gab es viele Mittelohr- und Harnwegsentzündungen. Ein Patient war auch aus medizinischer Sicht sehr interessant, denn er war, wie wir mit dem tragbaren Ultraschallgerät festgestellen konnten, anatomisch völlig anders aufgebaut. Alles war verdreht, das Herz saß auf der rechten Seite und nichts war an dem eigentlichen Platz. Dies ist allerdings völlig ungefährlich und nur eine Besonderheit der Natur. Nur muss er aufpassen, wenn er jemals operiert werden sollte denn dann müsste der Arzt völlig umdenken. Über diesen Patienten haben sich natürlich ganz besonders die jungen Internisten gefreut, denn so etwas ist sehr selten und man bekommt das nicht sehr oft zu sehen.
Nach Tagen voller Spaß, Arbeit, gemeinsamen abendlichen Zusammensitzen mit Gitarre und einigen katholischen Messen sollte es sich dann aber leider doch dem Ende nähern. Am letzten vollen Tag, am Donnerstag, wurde am Abend eine Feier zum Abschied veranstaltet. Alle tanzten Merengue und erfreuten sich der typisch dominikanischen Getränke. Die beiden jungen Zahnärzte, die bei uns bisher eher als Workaholics bekannt waren stellten sich als sehr gute Tänzer heraus. Besonders auch die beiden sehr hübschen ortsansässigen Zahnarzthelferinnen waren begeisterte Tänzerinnen. Alle tanzten mit allen, jung mit alt. So hat es unseren 62-jährigen Apotheker angenehm überrascht, dass die jungen, hübschen Mädels sich darüber gefreut haben mit ihm tanzen zu dürfen. Alles in allem war es ein sehr sehr gelungener Abend und alle gingen vergnügt nach Hause.
Am Freitagmorgen behandelten wir die letzten Patienten und packten dann die Medikamente wieder ein. Dann kam es, nachdem auch als letztes die Zahnärzte fertig waren, leider schon zum Abschied. Ich wurde mehrfach gefragt, ob ich da nicht bleiben will, aber ich meinte, dass ich das meiner Familie in Deutschland nicht antun kann und dass ich denen versprochen habe wiederzukommen.
Am Abend waren wir alle gemeinsam zum Essen eingeladen, was wir auch sehr genossen. Danach habe ich noch den beiden jungen Zahnärzten und Thomas die beliebteste Disko in Santiago gezeigt, das Zoom.

Für Samstag und Sonntag sind wir nach Sosua an den Strand gefahren um dort die Woche voll Arbeit angenehm ausklingen zu lassen. Wir haben es alle sehr genossen am Meer zu liegen und in die Wellen zu springen. Diese standen denen an der Nordseeküste in nichts nach, sodass wir einige Male echt umgehauen wurden. Am Abend war dann aber für mich auch diese letzte Etappe des Ausfluges mit den Ärzten vorbei. Sie mussten ihren Flieger und ich meinen Bus nach Hause erreichen. So kam es dann zum Abschied. Im Bus überkam mich das mir wohl bekannte Gefühl der Leere nach einer tollen Zeit. Allerdings habe ich auch gleich wieder neue Leute kennengelernt, mit denen ich mich echt nett unterhalten konnte.

Alles in allem eine echt tolle Woche.
Bis dann und viele liebe Grüße!
Jan David


Con los medicos de Alemania

Dienstag, 20. November 2007

Blogupdates

Hallo!

Hier ist mal nicht Jan David, sondern der Blogger hinter den Kulissen.
Ich wollte nur schnell ein paar Worte zu Neuerungen hier im Blog loswerden:

  • Ich habe einen Countdown eingerichtet. Auf der rechten Seite über Jan Davids Bild kann man jetzt ablesen wann Jan David wiederkommt.
  • Unter Jan Davids Bild kann man sich ab sofort für eine E-Mail Benachrichtigung eintragen. Wenn Jan David etwas schreibt bekommt man eine kurze Nachricht an die gewünschte E-Mail Adresse. Funktioniert so: Nach dem Klick auf "abonnieren" muss man zur Bestätigung ein kurze Zeichenfolge eingeben und bekommt eine E-Mail zugesandt. In der E-Mail (auch im Spam-Ordner gucken!) findet man einen weiter Anweisungen und einen Aktivierungslink. (Diese Prozedur verhindert das unerwünschte Werbung in den Kommentaren auftaucht, neulich musste ich schon einmal Werbung löschen)
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Ingmar

Freitag, 16. November 2007

Mit den Ärzten in die Berge

Hallo!
Wie ich ja schon in einem vorherigen Post geschrieben habe, wurde ich von meiner Schulleitung gefragt, ob es möglich sei, dass ich mit Ärzten aus Deutschland in die Berge fahre um dort den Menschen zu helfen. Ich war natürlich gleich dabei, aber musste mich zunächst um die Genehmigung von meiner Mutter in Deutschland, dann die Genehmigung von meinen Gasteltern hier und die Genehmigung von AFS holen. Das habe ich zu Glück endlich erledigt.
Gestern habe ich das Center von ILAC, der Organisation mit der ich in die Berge fahren werde, besucht. Diese Center hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Alles war ordentlich und wirkte sehr angenehm. Dort habe ich dann endlich die lang ersehnten Informationen über den Trip mit den Ärzten bekommen. Wir werden uns am Sonntag gemeinsam im Center treffen und dort alles besprechen. Am nächsten Tag, also am Montag, geht es dann los in die Berge - nach Las Lagunas, der Ortschaft in der wir unsere Arbeit verrichten warden. Das Team besteht aus zwölf deutschen Ärzten, drei einheimischen Ärzten, und einigen Freiwilligen zu denen auch ich gehöre. Meine Aufgabe wird es wohl hauptsächlich sein die ganze Zeit zu übersetzen. Auch wenn mein Spanisch noch nicht so gut ist wie es eigentlich sein sollte, denke ich, dass ich das schaffen werde.
Ich persönlich freue mich sehr über das Abenteuer und finde es gut, dass ich die Möglichkeit habe den Leuten zu helfen. Natürlich wird es danach einen ausführlichen Bericht von mir geben.
Bis dann!
Jan David

Samstag, 10. November 2007

Die besinnliche Weihnachtszeit

Jetzt ist wie auf ein Zeichen überall und nicht nur bei meiner Tante, die Weihnachtszeit ausgebrochen. Allerdings ist das hier selbstverständlich alles ein bisschen anders. Es ist deutlich kitschiger und mehr.
In der Schule, am Eingangstor zu unserem Wohngebiet, eigentlich überall erwarten einen Plastikbäume. Bei uns selbst wird nicht nur ein wenig Deko aufgestellt, nein, mehr oder weniger überall wird auf Weihnachten umgestellt. Es gibt extra Weihnachtsteller, statt Plastikfrüchten sind jetzt Christbaumkugeln in Glasbehältern als Deko, überall liegen Plastiktannenbaumäste herum; es ändert sich einfach alles. Ich kann es nicht leugnen, ich finde die Deko in Deutschland besser. Es ist auch alles feierlicher, wie z.B. beim Weihnachtsbaum:
In meiner Familie ist das Aussuchen des Weihnachtsbaumes immer eine großer Brauch. Zwei, drei Tage vor Weihnachten fahren wir gemeinsam zum Weihnachtsbaumverkauf und suchen einen Tannenbaum aus. Er ist irgendwie immer zu groß, aber alle lieben ihn. Dann wird er an Heiligabend in das Wohnzimmer getragen und in den vorher ausgewählten Farben geschmückt. Damit wird dann gemeinsam das fast unerträgliche Warten auf die Bescherung überbrückt.

Hier habe ich heute mit der Hausangestellten den Plastikbaum vom Dachboden hinuntergetragen und nun wird er von meiner Gastmutter geschmückt. Dann wird er wohl dastehen und die ganze Zeit versuchen uns in Weihnachtsstimmung zu versetzen, was allerdings bei fast dreißig Grad im Schatten ein wenig schwieriger ist.

Ich bin selber noch sehr unentschlossen ob ich eher auf Abstand gehen soll und versuchen sollte das Weihnachtsgetue zu ignorieren, oder ob ich mir lieber Weihnachtslieder herunterlade und mich in die absolute Weihnachtsstimmung zu versetzen.
Im Moment tendiere ich eher zum Zweiteren.

Bis dann und viele liebe Grüße (Für “Fröhliche Weihnachten” ist es dann doch noch zu früh…),

Jan David

Alltaeglichkeiten

Hallo!
Erstmal vorweg, es hat sich alles wieder völlig normalisiert und zu mindestens dort wo ich lebe, kann man die Folgen des Hurricanes kaum spüren.
Hier läuft das Leben weiter munter vor sich hin. Die letzte Woche habe ich ganz viel mit Hannah gemacht, der Amerikanerin, mit der Ich zusammen Schlagzeug- und Gitarrenunterricht habe. Es ist echt schön, sie ist eine ganz Nette und einfach ein guter Kumpel, mit dem man über alles reden kann.
Gestern, also am Freitag, war ich auf einer Art offiziellen Schulparty des Abschlussjahrgangs von einem anderen Austauschschüler. Was ich echt schön fand, dass fast alle Austauschschüler aus Santiago da waren. Echt eine coole Geste.

Bis denn!
jd

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Regen und nicht zu wenig

Hallo!
Ich mag es zwar nicht schon wieder über Regen zu erzählen aber in diesem Fall muss es wohl sein. Am letzten Freitag hat es angefangen zu Regnen und nicht nur ein wenig sondern mehr oder weniger die ganze Zeit in Strömen. Das hat dann die ganze Zeit bis in etwa Dienstag so angehalten. Infolgedessen kam es zu echt heftigen Überflutungen im ganzen Land. Es soll vielleicht der stärkste Regen hier seit sieben Jahren gewesen sein. Bei uns stand das Wasser bis auf die Auffahrt und in den Nachrichten hat man die Schreckensberichte über die arme Bevölkerung mitbekommen. Oft wohnen die ärmsten der Armen direkt an den Flüssen, wie z.B. in Santo Domingo. Für diese Menschen ist die Situation existenz- und teilweise sogar lebensbedrohlich.
Für mich persönlich bedeutete der Regen nur dass ich am Montag und Dienstag überhaupt nicht rauskonnte und dass bis heute, Mittwoch, die Schule für mich ausgefallen ist. Zum einen echt entspannend, zum anderen ein wenig langweilig. Und richtig genießen kann man die Zeit auch nicht, weil man doch an die anderen Menschen in diesem Land denken muss. Wenn es meine persönliche Technik hier wieder zulässt kann ich auch die Fotos von der überfluteten Auffahrt hochladen. Wann das aber ist steht im Moment in den Sternen.

Verdammt nasse Grüße aus der Dominkanischen Republik!
Jan David

Ueberflutet

AFS Camp

Hallo!
Erstmal wollte ich mich entschuldigen dass die im letzten Post so angepriesenen Fotos gar nicht hier sind. Das liegt daran, dass ich zur Zeit ein paar Probleme mit meinem Computer habe.

Kommen wir zu dem letzten Wochenende. Am Freitag war ich auf einer Party in Moca. Diese war von dem Abschlussjahrgang der Schule, in dem die dortigen Austauschschüler sind. Es hat echt Spaß gemacht, es wurde wieder viel und sehr sehr lateinamerikanisch getanzt. Nur habe ich eine Sache nicht verstanden und zwar für welche Altersgruppe die Party war. Zwar waren hauptsächlich so 16- 17-jährige da, aber auch teilweise Eltern und auch kleine Kinder. Ich bin beispielsweise mit meinem kleine Cousin hingegangen und der ist noch nicht einmal zehn.

Am Samstagmorgen ging es dann auf das AFS Post Arrival Camp. Ich habe mich da ziemlich drauf gefreut, denn es ist immerwieder cool die ganzen Austauschschüler zu sehen. Das Problem war nur dass es in den Bergen war und uns niemand davon erzählt hat. Also war es doch kühl. Außerdem hat es die ganze Zeit in Strömen geregnet, was es dann noch ein wenig kühler gemacht hat. Von dem Programm war ich echt ein wenig enttäuscht, das war nicht so doll. Aber dafür gab es da Hängematten, die echt das tollste waren. Ich finde es immer wieder lustig wie eine solche Kleinigkeit plötzlich so wichtig werden kann. Wir lagen da immer zu dritt oder zu viert drin, es wurde viel gelacht und man hatte einfach nur Spaß. Am Abend lagen wir dann da auch drin und haben einfach nur still und leise uns unterhalten. Dummerweise kam dann eine AFS Betreuerin, die wohl etwas strenger ist an und hat uns dann auf unsere Zimmer geschickt. Selbst ein anderer AFS Betreuer meinte über das gesamte Camp dass er sich das lustiger vorgestellt hatte. Allgemein ist mir aufgefallen, dass es sich, wenn man mit einem dominikanischen Akzent Englisch spricht, manchmal wie Deutsch anhört. Seaman wird dann zu Seeman und so...

Ich denke das wars erstmal!
Bis denn!
jd

Dienstag, 23. Oktober 2007

Ein lustiges Wochenende

Hallo!
Das letzte Wochenende war echt schön. Der Freitag war nicht so spekatakulär, aber dafür Samstag und Sonntag umso mehr. Am Samstagnachmittag habe ich schön entspannt und Spanisch geübt, weil mir in wenig langweilig war, habe ich die Zeit genutzt um ein bisschen meine fotografische Ader auszuleben. Könnt euch die Fotos ja in meinem Webalbum angucken. Dann am Abend bin ich mit anderen Austauschschülern zu einer Halloweenparty gefahren. Diese war einfach unglaublich. Sie war in einem Privathaus, allerdings musste man dennoch Eintritt zahlen. Diese Haus war ein kleiner Palast von wo aus man über die ganze Stadt gucken kann. Echt wunderschön. Wir haben viel getanzt und allgemein Spaß gehabt. Obwohl alle geschwitzt haben weil es total heiß war, war es supercool.
Am Samstag sind wir dann mit AFS auf einen kleinen Ausflug gegangen. Es ging nach Samana zu einem Wasserfall. Also mussten wir um fünf Uhr morgens aufstehen weil Samana mit dem Autos so gut dreieinhalb Stunden entfernt ist. Am Morgen nach einer Party ist das natürlich ganz schön heftig. Müde ging es dann in den Bus, aber das sollte sich mit der Zeit dann legen. Am Ziel angekommen mussten wir dann noch ungefähr eine halbe Stunde durch den Wald latschen. Der Weg war total verschlammt… Also sind wir dann sehr dreckig am Wasserfall angekommen. Aber es hat sich total gelohnt, es ist wirklich ein Juwel der Natur. Man konnte direkt unter dem Wasserfall schwimmen, so eine Dusche hatte ich noch nie! Echt traumhaft. Natürlich wurden dann mal wieder jede menge Fotos gemacht. Auch eins von der ganzen Gruppe. Allerdings waren da nicht alle mit, sondern nur die, die Lust hatten und im Norden des Landes waren.
Nach dem Rückmarsch vom Wasserfall ging es dann noch für eine Stunde oder so an den Strand in der Nähe von Las Terrenas. Das war auch sehr cool, allerdings habe ich davon keine Fotos mehr, weil dann der Akku meiner Kamera gestreikt hat. Kann ich ja auch verstehen. Es war echt cool durch Las Terrenas zu fahren, denn eigentlich wäre ich ja in diese Stadt gekommen. Bin aber ganz froh dass das nicht so ist, denn sie ist winzig.
Auf der Rückfahrt habe ich dann endgültig geschlafen, ich war dann doch echt ko. Aber es hat sich gelohnt möchte ich meinen. Guckt euch die Fotos an und macht euch euer eigenes Bild!
Sonnige Grüße aus der Karibik!
jd

El Salto de Limon

Samstag, 20. Oktober 2007

Seit fast 2 Monaten in der Karibik

Hallo!
Heute ist mir aufgefallen dass ich in vier Tagen seit zwei Monaten hier in der Dominikanischen Republik bin. Ich muss sagen dass ich sehr sehr glücklich bin. Mittlerweile habe ich mich wirklich eingelebt und bin gerade dabei meinen Freundeskreis zu erweitern. Zwar mache ich noch relativ viel mit anderen Austauschschülern, aber das ist weniger geworden. Ich hoffe dass ich bald wenn mein Spanisch es denn zulässt fast nur noch was mit Dominikanern mache. Mein Spanisch ist leider immernoch nicht so gut dass ich nur das spreche. Das fuchst mich doch ganz schön. Aber im Moment bin ich dabei ganz intensiv zu lernen, also setze ich mich jeden Tag hin und gucke mir meine Bücher an. Das hat allerdings auch einen speziellen Grund.
Am letzten Donnerstag wurde ich während des Unterrichts von der Direktorin zu ihr gebeten. Diese hatte eine Frage an mich. Es gibt ein Projekt von einer sehr seriösen katholischen Organisation hier, infolgedessen deutsche Ärzte in einem Monat hierherkommen und für sechs Tage in die Berge zu sehr sehr armen Leuten gehen um diese medizinisch versorgen. Sie hat mich gefragt ob es möglich sei dass ich mit denen gehe um als eine Art Dolmetscher zu dienen. Ich möchte das auf jeden Fall machen. Allerdings gibt es selbstverständlich da ein paar Sachen die vorher geklärt werden müssen. Zum einen brauche ich die Erlaubnis von meiner Gastfamilie, von AFS und meiner Mama in Deutschland, zum anderen bin ich mir nicht ganz sicher ob ich der Aufgabe alleine gewachsen bin. Nun versucht die Direktorin herauszufinden ob es auch möglich sei dass zwei Personen da mitkommen. Das würde mir persönlich sehr entgegenkommen, vielleicht ist es sogar möglich dass eine Bekannte von mir das ist, sie war letztes Jahr in der Schweiz und spricht wunderbar Deutsch. Ich hoffe dass das alles klappt, wenn ich näheres weiß dann werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten. Jetzt habe ich zumindest einen richtigen Grund für den es sich wirklich lohnt sich hinzusetzen und zu pauken.
Bis dann!
jd

Sonntag, 14. Oktober 2007

Musik

Hallo!
Die Musik kann man hier grundsätzlich erstmal in zwei Kategorien sehen: einheimische und fremde Musik. Man hört hier zwar auch oft im Radio Lieder wie “Umbrella” (kleiner Gruß an Sepp), aber zum Glück wird hauptsächlich einheimische gespielt. Die bedeutendsten Musikrichtungen hier sind Merengue, Bachata, Salsa und Reggeton. Alle vier sind Tanzmusik. Merengue ist ein sehr einfacher Tanz, man macht nur zwei Schritte. Die Musik ist recht schnell aber macht Spass und bringt einfach gute Laune. Hier ein Video um zu hören, was man nicht beschreiben kann:

Bei Bachata ist es nicht viel schwerer zu tanzen, man macht zwei Schritte und danach dann so eine Art halben Schritt. Die Musik ist etwas langsamer aber hat meiner Meinung nach echt coole Elemente. Es warden ganz viele interessante Percussioninstrumente eingesetzt. Oft sind über längere Abschnitte immer die Kuhglocke mit Vierteln dabei, außerdem hört man immer wieder kleine Konga- und Bongaeinschübe. Hier ein Video um einen Eindruck davon zu bekommen:

Salsa kennt wohl jeder. Das wird hier zwar nicht so viel gespielt aber dafür umso mehr getanzt. Schaut selber:

Diese drei Musikrichtungen sind so die eher klassischen, die die Erwachsenen viel hören. Reggeton ist etwas ganz anderes. Das ist mehr die Untergrundmusik, auch wenn man es immer und immer hört. Die Sänger sind allesamt totale Gangster und die Texte sind mehr als nur ein bisschen versaut, die sollte man nicht versuchen zu übersetzen. An dieser Stelle eines der bekanntesten Lieder von hier, ”Sol Playa y en Arena”:

Ich persönlich mag zwar dieses ganze Gangstergetue nicht, aber wenn man sich an die Musik gewöhnt hat, ist es echt cool.
Allgemein ist auffällig das man fast ausschließlich Männer singen hört. Manchmal denkt man das sei eine Frau, aber es ist nur ein Mann der sehr sehr hoch singt. Ich verstehe echt nicht warum, aber es scheint wohl normal zu sein. Ein anderes Phänomen das mir hier auffällt finde ich ziemlich cool. Dominikaner können nicht still bleiben wenn sie Musik hören. Sie fangen an mitzutrommeln, mit dem Fuß zu wippen und befinden sich ganz schnell auf der Tanzfläche.

Ich hoffe dass das für einen kleinen Eindruck reicht. Bis dann!
jd

Sprachen und andere Verrueckheiten

Hallo!
Jetzt komme ich endlich mal dazu über Sprachen zu schreiben. Die Landessprache hier ist Spanisch. Allerdings ist dieses Spanisch doch teilweise sehr eigen. Zum einen benutzt man hier Redewendungen und so, die Man anderswo gar nicht kennt, z.B. “que lo quefuer was geht ab. Aber es passiert auch oft dass man denkt dass das was eigenes wäre weil man hier sehr eigenwillig die Wörter kürzt und zusammenzieht wie z.B. “¿commo tuta?” für “¿commo tu estas?”. Außerdem gibt es Wörter die oft an das Englische angelehnt sind und wohl aus den leider sehr starken amerikanischen Einflüssen hier herrühren w.B. “Jepeda” für “Jeep”. Bei der Aussprache kann es, besonders wenn man bei eher etwas bildungsferneren Leuten ist, zu echt lustigen Veränderungen kommen. Da wird dann “s” am Ende grundsätzlich weggelassen und “r” oft zu einem “l” und manchmal sogar zu einem “i”. Dann werden dann aus Sätzen wie “¿ Donde esta la Calle de Cameras, Señor? Ah ahí, ¡gracias Señor!” “¿Dóndeta la Calle de Camela, Señol? Ah ahí, ¡glacia Señol!”. Ansonsten ist es halt auch typisch lateinamerikanisches Spanisch, also wird nichts gelispelt und man sagt nie “vosotros”, sondern immer “ustedes”, also die Höflichkeitsform in der zweiten Person plural.

Kommen wir zu mir: Bei mir ist das auch alles ein wenig verrückt, ich lerne irgendwie alles über eine andere Sprache. Also Spansich lerne ich über das Englische und Französisch hier im Unterricht über das Spanische. Nebenbei bemerkt, ich spreche jetzt endlich deutlich besser Spanisch als Französisch. Ich denke auf 80-90 Prozent Deutsch, auf zehn bis 18 Prozent Englisch, besonders wenn ich mich gerade mal wieder auf Englisch unterhalte. Dann, ganz ganz selten, kommen mir schon manche Sachen auf Spanisch durch den Kopf. Besonders verwirrend ist es wenn ich chatte. Das tue ich nämlich fast immer auf drei Sprachen gleichzeitig. Nach Deutschland auf Deutsch und mit meinen Freunden hier auf Spanisch und auf Englisch. Ab und zu passiert es dann dass unabsichtlich die eine Antwort auf der falsche Sprache war. Insgesamt versuche ich immer Spanisch zu sprechen, aber das klappt leider nicht immer. Dann rutscht man ganz aus Versehen ins Englische ab und merkts manchmal gar nicht so richtig. Nur weil es dann plötzlich so flüssig ist.

Ich hoffe ihr habt jetzt einen kleinen Einblick in den sprachlichen Irrsinn bekommen der mich im Moment hier umgibt. Bis dann und viele liebe und sonnige Grüße aus der Karibik!
jd

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Sag mal ist denn heut' schon Weihnachten?

Hallo!
Als ich am Wochenende zum Haus meiner "Tante" gefahren bin dachte ich mir erstmal: huch! Was ist das denn? Das ganze Haus war im vollsten Weihnachtszauber. Eigentlich mag ich das ja auch, allerdings nicht so kitschig, nicht so früh schon im Oktober und nicht wenn es draußen so heiß ist. Ein Tannenbaum sieht doch ein wenig komisch aus wenn man den vor einer Kokospalme sieht... Ich habe mal meine Gastmama also die Schwester meiner Tante gefragt ob das hier normal ist aber die meinte zum Glück dass meine "Tante" da ein wenig anders ist als die meisten hier. Sie liebt die Weihnachtszeit und will sie so lange wie möglich genießen. Guckt euch die Fotos an und macht euch euer eigenes Bild davon.
Liebe Grüße,
jd

weihnachtskram

Dienstag, 9. Oktober 2007

Im Zoo

Hallo!
Am Wochenende war ich auf wieder in Moca. Da mein Cousin immernoch unbedingt mit mir in den Zoo gehen wollte konnte ich ihm natürlich den Wunsch nicht schon wieder verwehren. Also bin ich mit ihm und seinen kleinen Bruder losgegangen um den sehr beschaulichen Zoo von Moca anzugucken.Dieser war dann auch in etwa so wie ich es mir gedacht hatte. Leider. Alles in allem war er nicht nur klein sondern echt heruntergekommen und dreckig. Alle Käfige waren viel zu winzig für die Tiere. Durch den Zoo lief ein Fluss. Ich habe erstmal gedacht wie cool und mir Gedanken darüber gemacht wie man den denn am sinnvollsten gestalterisch nutzen kann. Das taten die Zoobesitzer allerdings nicht. Der Fluss war total dreckig und überall lag Müll darin.
Auf Sicherheit wurde auch nicht so geachtet. Die Tiger hatten die gleichen Gitter wie die Hühner. Naja aber das war wohl nicht so schlimm denn die sind sowieso schon viel zu träge um irgendetwas zu machen. Mir fiel spontan erstmal der Panther von Rainer Maria Rilke ein:

Sein Blick ist vom vorübergehen der Stäbe
so müd' geworden dass ihn nichts mehr hält,
Es ist als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig, starker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz um eine Mitte,
In der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf,
Dann geht ein Bild hinein,
Geht durch der Glieder angespannter Stille
Und hört im Herzen auf zu sein.

Alles in allem fand ich den Zoobesuch irgendwie ein wenig erschreckend. Mir wird durch solche Erlebnisse wieder bewusst dass ich nicht in Deutschland bin, wo immer irgendjemand für etwas zuständig ist. Wer soll hier denn für Ordnung sorgen? Die Polizei? Naja also mich überzeugt die wenig.
Bis dann und dennoch herzliche Grüße!
jd

Mein neues "Zuhause"

Hallo!
Ich möchte euch mal zeigen wie ich hier wohne, nachdemich es schon so oft beiläufig erwähnt habe. Ihr könnt euch am besten einfach mein Webalbum angucken, dann bekommt ihr wohl den besten Eindruck. Ich hoffe dass ich es noch schaffe alles schön zu beschriften.
Viele liebe Grüße!
jd

casa

Samstag, 6. Oktober 2007

Zur Demokratie

Gestern ist mir etwas in der Schule passiert was ich zunächst nicht so ganz verstanden habe. Zunächst sollte ich sagen dass wir gestern mal wieder einen der Tage hatten an dem man zur Schule das anziehen durfte was man wollte. Ich bin dann mit Jeans und meinem dunkelvioletten Poloshirt zur Schule gegangen. In der großen Pause meinte dann jemand dass es passieren kann, wenn ich ein T-Shirt in dieser Farbe am 10. und 11. Juli oder so anhaben werde und die mich für einen Dominikaner halten, dass ich dann ein bisschen Geld zugesteckt bekomme. Wenn ich dann auch noch einen gelben Stern tragen würde dann wäre es sogar recht wahrscheinlich. Ich als Deutscher war natürlich über gelbe Sterne und so etwas total geschockt und wusste überhaupt nicht was die von mir wollten. In meinen Gedanken hatte ich mir schon das schlimmste ausgemalt. Dann wurde ich allerdings aufgeklärt dass ich damit sagen würde dass ich die PLD, also die Partei des derzeitigen Präsidenten Dr. Leonel Fernandéz wählen würde. Na ja damit waren zwar meine Befürchtungen weg, aber so toll finde ich das auch nicht. Es hat ja dann wohl nichts mehr mit Demokratie zu tun...Vielleicht bin ich auch ein bisschen zu pingelig hier für diese Lebenseinstellung. Aber diese Pingeligkeit will ich mir auch nicht nehmen lassen.

Mittlerweile nur noch bewölkte Grüße aus der Karibik, die Sonne kommt hoffentlich bald wieder!
jd

Freitag, 5. Oktober 2007

Regen

Hallo!
Die letzten Tage hat es die ganze Zeit geregnet und geregnet... Am Anfang fand ich es ganz cool denn es macht ein Haus gaanz schön gemütlich wenn Regen auf das Dach prasselt. Außerdem hat es mich angenehm an Deutschland erinnert. Aber was zu viel ist ist zu viel. Ich habe sogar schon meine Familie gefragt ob es hier so etwas wie Regenzeiten oder so gibt, aber die meinten zum Glück nein. Also muss ich mich nur noch ein bisschen gedulden bis hier wieder endlich die Sonne scheint...
jd

Regenwetter

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Free Burma!


Free Burma!


about

Dia de la unidad alemana

Hallo!
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis heute am Tag der deutschen Einheit eine Rede in der Schule zu halten. Also habe ich mich hingesetzt und erstmal auf Deutsch angefangen zu schreiben was ich sagen will. Danach habe ich das versucht ins Spanische zu übersetzen. Danach habe ich das meinem Spanischlehrer David gegeben, damit er das korrigieren kann. Das hat er dann auch gemacht und ganz entgegen meiner Erwartungen war gar nicht so viel falsch. An dieser Stelle möchte ich meinen Spanischlehrer auch noch einmal ganz besonders loben. Er ist einer der besten Lehrer denen ich je begegnet bin. Und er ist erst Anfang dreißig. Wenn er etwas erzählt hören alle, wirklich alle, zu. Wenn er nach hinten geht, drehen sich dreißig Köpfe mit ihm. Seine Ausstrahlung ist so fantastisch, dass sogar ich an seinen Lippen klebe auch wenn ich kaum etwas verstehe. Leider.
Heute habe ich dann vor den dreihundert Schülern unserer Schule die kurze Rede gehalten. Wir waren ja wie jeden Morgen sowieso draußen für den Fahnenappell. Ich habe mir überlegt dass ich jetzt einfach mal die kleine Rede in Spanisch abtippe.

Hola!
Me llamo Jan David, yo soy el estudiante de intercambio de Alemania.
Yo estoy aqui, porque hoy es la fiesta nacional de Alemania. El nombre de dia es en Aleman"Tag der Deutschen Einheit", en Espanol "el dia de la unidad alemana". Hace 17 anos dos paises se convirtieron en un solo pais, mi pais natal.
Depues del fin de la Segunda Guerre Mundial de 1945 Alemania fue dividada en cuatro zonas de ocupacion. Una zona francsca, una inglesa, una americana y otre rusa. En el mayo 1949, cuatro anos despues, se fundo la RFA, la Republica Federal de Alemania, que unio las zonas francesa, inglesa y americana. Seis meses despres se fundo la RDA, la Republica Democratica Alemania en la zona rusa. A partir de este momento se construyo la frontera ene este y oeste en medio de Alemania. Por la guerra fria eos dos paises se hicieron mas diferentes. La RFA se hizo democratica, la RDA socialista. El simbolo de la seperacion fue la Muro de Berlin.
Por cuarenta anos existieron dos paises Alemanes. Hasta la reunion que la noche del tercero octubre en que con un humor de fiesta, delante del portal de Brandenburgo, cien mil persones estavieron ahi para celebrar la unidad alemana.
Delante de la reichstag ha enarolo primero la bandera de la unidad. Durante la ceremonia ofical delante de la Berliner Philharmonie repicaron las companas de la libertad.
Nadie puede estar seperado de sus hermanos o no es libre!


Jan David

Dienstag, 2. Oktober 2007

Streik

Hallo!
Heute habe ich viel Zeit denn ich habe frei obwohl ich damit gar nicht gerechnet habe. Gestern Abend hat mir meine Familie erzählt dass wir heute frei haben, weil gestreikt wird. Zunächst dachte ich das sei ein Scherz, denn ich habe mir hier Streiks so wie in Deutschland vorgestellt: eine bestimmte Arbeitergruppe oder vielleicht sogar mehrere die die Arbeit für einen bestimmten Zeitraum niederlegen. Hier ist das allerdings völlig anders. Hier arbeitet an einem Tag niemand. Also wirklich fast gar keiner. Außer manchen Sicherheitleuten und so. Der ganze Tag hat den Charakter von Ausnahmezustand. Niemand geht raus aus dem Haus weil das zu gefährlich ist. Draußen auf der Straße, so meinte meine Familie, kann es passieren dass Steine fliegen, dass die Feuer anzünden und so weiter. Und Straßenbarrikaden soll es auch geben. Ich bekomme davon allerdings nichts mit, weil wir hier in unserem Wohngebiet ja in gewisser Weise isoliert sind. Das ist manchmal auch ganz gut so. Allerdings habe ich dann natürlich alles was ich hier schreibe nicht selber erlebt sondern ich kenne es nur von den Erzählungen meiner Familie. Wofür die letztendlich streiken habe ich noch nicht verstanden. Auf jeden Fall machen die das so ein bis zweimal im Jahr. Und morgen soll wieder alles ganz normal sein. Na ja mal gucken wie das so wird, zumindest konnte ich dann heute mal richtig schön ausschlafen.
Bis dann!
jd

Montag, 1. Oktober 2007

Eindrücke und Geschichten

Ich habe mich entschlossen hier sowohl einfach zu berichten was ich in meinem Auslandsjahr mache, als auch meine Eindrücke von hier zu reflektieren. Ich könnte jetzt wieder aufzählen wann ich mit wem wohin abends ausgegangen bin aber das würde das ganze ein wenig eintönig machen. Dennoch werde ich erstmal erzählen was hier so passiert ist:

In den letzten Tagen habe ich einen Großsteil der Familie meines Gastpapas kennengelernt, denn seine Mutter war das Wochenende und ein paar Tage vorher bei uns weil sie eine große Augenoperation hatte und deshalb noch nicht sofort nach hause fahren konnte. Daraufhin ist dann die Familie gekommen um sie zu besuchen, seelisch zu unterstützen und einfach mal abzulenken. War echt nett. Mein Gastpapa hat zwei große Brüder, eine große Schwester und einen kleinen Bruder. Seine Schwester ist sogar extra aus Florida hierhergekommen.
Am Samstag habe ich am Nachmittag drei andere Austauschschüler aus Santiago eingeladen. Reid und Hannah aus den Vereinigten Staaten und Tomas aus Belgien. Tomas ist ein ziemlich schräger Typ. Ich bin mir bis heute nicht sicher ob ich ihn ziemlich cool, oder nervig finde. Er ist so der saucoole und gechillte Strandtyp, er spielt Gitarre und singt in einer Rockband, raucht und trinkt verdammt viel. Na ja also wie man ihn findet ist jedermanns Sache, aber er ist nett. Hat aber auch eine echt gruselige Geschichte erzählt. Sein Bruder zu Hause in Belgien hatte vor drei Tagen einen Unfall. Irgendwie ist er in einen Stacheldraht gerannt und da mit dem Hals hängen geblieben. Es hörte sich richtig gemein an, aber anscheinend hat er schon das Schlimmste überstanden. Bin ich froh dass ich solche Probleme nicht habe...
Mein genialer Eindruck von dem tollen Umgang hier mit der Natur hat sich leider bestätigt. Zum einen sehen sie und wissen sie dass es in diesem Land einfach viel zu viel Müll gibt, aber dennoch sehen sie nicht ein Müll einzusparen wenn es möglich ist. Als wir Pizza gegessen haben, die wir uns bestellt haben, was am Sonntag war, war Nena unsere Hasuhälterin nicht da. Da man aber das Geschirr nicht selber abspülen kann muss man natürlich Plastikteller nehmen die man danach dann wegschmeißt. Na toll. Als meine Gastmama sie dann aus dem Schrank geholt hat, habe ich sie gefragt warum wir denn nicht die normalen nehmen, woraufhin sie dann fragte ob ich denn abwaschen wolle, was ich bejahte. Sie lachte aber nur herzlich, es war wohl eine rhetorische Frage. Gut ich bin jetzt gerade echt pingelig, aber wenn man einen so verschwenderischen Lebensstil die ganze Zeit sieht, dann kann auch ein kleiner Tropfen das Fass zum Überläufen bringen.

Das wars dann erstmal wieder.
Bis denn!
jd

¡fíjate!

Hallo,

hier ist ausnahmsweise mal nicht jd.

Ich wollte nur mal eben auf Maikes Blog aufmerksam machen. Maike ist zur Zeit in Gambia und will von dort aus auch ein wenig bloggen.

Ich mach den Flugsaurier! Maike in Gambia


Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
Señor Gerken, bitte übernehmen Sie!

PS für Nicht-Pfadfinder: Maike ist auch eine Pfadfinderin. Wer hätte das gedacht!

Dienstag, 25. September 2007

Sonntag, 23. September 2007

El fin de semana en la playa

Hallo!
Das Wochenende war einfach wunderschön und es ist noch nicht zu ende, denn am Montag ist, soweit ich das verstanden, habe Maria Himmelfahrt, also frei. Am Freitagabend war ich mit Esther und Dilay, zwei anderen deutschen Austauschschülern in Moca und wir sind gemeinsam bei Freunden gewesen. Das war nett aber nicht so cool wie das was wir geplant hatten, nämlich nach Santiago zu fahren und dort auszugehen. Wir haben das nicht gemacht weil Dilay es nicht erlaubt wurde da hinzugehen und wir das nicht kameradschaftlich fänden sie alleine zu Hause zu lassen. Am Abend habe ich dann bei meiner Tante geschlafen, die, genau wie alle anderen Verwandten dort, in Moca wohnt.
Am nächsten Morgen musste ich leider früh aufstehen weil ich dann mit der Familie einer Freundin von der Schule zum Strand gefahren bin. Als ich aufgewacht bin hat mein Cousin sich erstmal auf mich gestürzt und wollte unbedingt mit mir zum Zoo gehen auch wenn ich da absolut keine Zeit zu hatte. Da allerdings Minola schon da war um mich abzuholen haben wir das auf später verschoben. Der kleine ist echt total cool.
Als ich mit Laura und ihrer Familie am Strand in Sosua angekommen bin dachte ich nur "Wow!". Es ist dort so schön man glaubt es kaum. Das Wasser ist so klar dass man seine Zehen noch sehen kann wenn man bis zur Nase im Wasser ist. Es ist einfach fantastisch. Nachdem ich ein paar Stunden im Wasser und an Land herumgechillt habe, sind Laura und ich auf die Idee gekommen zum vorgelagerten Korallenriff zu schwimmen. Es war so fantastisch dort. Ich kann es kaum fassen dass ich hier wirklich bin. Am Stand ist es einfach so unglaublich, man liegt auf schneeweißem Sand unter Kokospalmen, vor einem das kristallklare Wasser der Karibik und wenn man will kann man mal eben so zu einem Korallenriff schwimmen...
Später habe ich am Strand noch ganz viele Freunde von mir getroffen denn dieser Strand ist der Strand für Leute aus Santiago. Am Abend ging es dann aber auch leider wieder nach Santiago.
Wie es der Zufall wollte war ich gestern Abend schon wieder in Santiago mit Dilay und ihrer Gastschwester unterwegs in Moca, also habe ich die zweite Nacht bei meiner Tante geschlafen. Am nächsten Morgen ging es dann mit der ganzen Familie nach Carbete zum Strand. Dilays Familie war auch mit dabei. Ich mache so viel mit ihr, weil sie praktisch meine Cousine hier ist. Ihre Mutter ist gegenüber von meiner Mutter und meiner Tante aufgewachsen, also kennen die sich seit sie Kleinkinder sind. Und da alle irgendwie Patentanten von anderen da sind, sind sie ja auch fast verwandt.
Heute Abend war es mal sehr entspannend nichts zu tun außer mich mit meinem Gastvater hier zu unterhalten. Ich war sehr überrascht: er hat eine viel bessere Meinung was Energiesparen und so etwas angeht als ich gedacht hätte. Im Moment ändert er im ganzen Haus alles, damit es nicht so viel Energie benötigt. Er verkauft die alten Kuüchengeräte aus den USA und kauft neue energiesparende. Ich finde das so krass dass die aus den USA viermal so viel Energie brauchen als die aus anderen Ländern. Die haben es wohl einfach noch nicht verstanden was im Moment mit unserem Planeten passiert...

Wie ihr sicher merkt, rede ich oft nur noch von Cousins, Tanten und Mamá und Papá. Bitte wundert euch nicht darüber, zum einen ist es einfach nervig immer Gaspapa, Gasttante und so etwas zu schreiben, zum anderen fühle ich mich hier jetzt richtig wohl und wie zu Hause in meiner richtigen Familie.
Ich hoffe es geht euch genauso gut wie mir! Bis dann!
Jan David

Dienstag, 18. September 2007

Geniale Tage

Hallo!
heute und gestern waren echt richtig schöne Tage. Gestern hat es endlich geklappt: ich bekomme jetzt Gitarrenunterricht! Zweimal die Woche, Montags und Donnerstags. Ich freue mich schon total darauf. Außerdem ist es endlich soweit dass ich mein Handy mit neuer Simkarte bekomme sodass ich auch hier endlich mal erreichbar bin.

Das wars zu gestern. kommen wir zu heute:
Heute war ein klasse und sehr entspannter Tag. Am Nachmittag habe ich zum ersten mal in meinem Leben ein bisschen Baseball "gespielt". Also habe ich mit meinem Gastpapa den Ball hin und her geworfen und mit diesem komischen Handschuh aufgefangen. Es sieht zwar wenn man das so macht ein bisschen einfältig aus, macht aber total Spaß. Da das allerdings am Nachmittag in der prallen Sonne war, war mir so heiß dass ich in den Pool gehüpft bin. Dort habe ich mich mich auch sportlich betätigt, bin gute zehn Runden geschwommen was gar nicht mal so wenig ist. Danach hat mein Gastpapa mir eine Kokosnuss angeboten. Also habe ich erstmal die angenehm kühle Kokosnuss geschlürft und danach das Fruchtfleisch mit Honig gegessen. Das ist einfach genial, müsst ihr auch mal versuchen wenn ihr könnt. Nun war wie immer ein bisschen chillen angesagt, ich habe mir die Gitarre geschnappt und habe mich auf die Terrasse gesetzt. Wenn da nicht diese Mosquitos wären (yo odio los mosquitos!), dann wäre ich dabei auch ein bisschen länger geblieben. Diese Viecher interessiert es leider nicht die Bohne ob man Mückenspray benutzt oder nicht... Naja mein Gastbruder hat mir danach dann erklärt wie man einen Frapuccino macht. Es hat so gut geschmeckt. Man kann zwar nur mit Mühe den Kaffeegeschmack darin feststellen und es ist eine absolute Kalorienbombe aber es ist genial. Am Abend war ich dann wie so oft Volleyball spielen. Hier in dem Copal II, der abgeschlossenen kleinen Wohngegend in der ich wohne , haben wir ein eigenes Volleyballfeld, was am frühen Abend der Treffpunkt der Nachbarschaft ist.
Leider gehen auch die schönsten Tage irgendwann zuende. Ich muss jetzt zum essen!
Bis dann!
Jan David

Montag, 17. September 2007

Erlebnisse im Supermarkt

Hallo!
Heute war ich das erste mal im Supermarkt. Irgendwie ist der doch ein wenig anders hier. Ich meine nicht nur vom Angebot her, sondern auch allgemein. Das Angebot ist doch deutlich stärker amerikanisch beeinflusst als in Deutschland. Aber die importieren hier alles, so bekommt man auch Beck's wenn man will. Sogar Beck's Dunkelbier, was ich in Deutschland noch nie gesehen habe. Ansonsten gibt es natürlich jede Menge Tropenfrüchte zu Spottpreisen, z.B. kostet eine Kochbanane hier weniger als 5 Pesos also unter zehn Cent. Aber am Ausgang ist mir wieder bewusst geworden wie egal denen hier die Umwelt ist. Ein Supermarktangestellter hat alles was man gekauft hat in winzige Tüten getan und dann zum Auto gefahren. Also mal eben so pro Einkauf 20 Plastiktüten verschwendet die man danach sofort wegschmeisst. Aber Gedanken macht sich darüber anscheinend niemand. Das finde ich echt nicht so geil.
Bis denn!
JD

Sonntag, 16. September 2007

Schulausflug

Hallo!
Am Donnerstag hatten wir einen Schulausflug mit unserem Jahrgang zu einem Haus am Rand von Santiago. Dort haben wir zum einen einige Schulsachen besprochen, von denen ich natürlich kaum etwas verstanden habe weil das natürlich auf Spansich war, zum anderen aber war dieser Ausflug dafür da die Klassengemeinschaft zu stärken. Also haben wir uns in den Schatten gesetzt und miteinander geplaudert. Ich habe den Sinn von dem ganzen Ausflug nicht so ganz verstanden, aber er war eine nette Abwechslung zum öfters mal etwas eintönigen Unterricht. Die Fotos dazu könnt ihr euch natürlich auch angucken.
bis denn!
Jan David

Schulausflug

Schulausflug

Mittwoch, 12. September 2007

Schule

Hallo!
Heute ist mir in der Schule klar geworden dass es da doch einige Unterschiede zur deutschen Schule gibt. Natürlich gibt es hier erstmal eine Schuluniform und jeden Morgen wird sich zum Fahnenapell aufgestellt und dann wird in Reih' und Glied die Nationalhymne gesungen. Aber solche Äußerlichkeiten meine ich gar nicht, daran gewöhnt man sich schnell. Viel komischer finde ich, dass man die Lehrer mit dem Vornamen anspricht und auch mal den Schulleiter einfach so in den Arm nimmt oder ihn auf den Arm boxt. Die Lehrer kommen viel mehr als Kumpels und weniger als Autoritätspersonen 'rüber. Heute ist mir auch etwas komisches passiert: mitten im Unterricht, in dem man auch einfach mal gerne so aufsteht, kam eine Art Hilfslehrerin rein und drückt mir irgendeinen Brief von zwei Mädels aus 'ner anderen Klasse in die Hand. Ich fand das schon ziemlich komisch! Na ja egal.
Ich habe noch vor ein Foto von mir in Schuluniform hier hochzuladen.

Bis denn!

jd