Mittwoch, 31. Oktober 2007

Regen und nicht zu wenig

Hallo!
Ich mag es zwar nicht schon wieder über Regen zu erzählen aber in diesem Fall muss es wohl sein. Am letzten Freitag hat es angefangen zu Regnen und nicht nur ein wenig sondern mehr oder weniger die ganze Zeit in Strömen. Das hat dann die ganze Zeit bis in etwa Dienstag so angehalten. Infolgedessen kam es zu echt heftigen Überflutungen im ganzen Land. Es soll vielleicht der stärkste Regen hier seit sieben Jahren gewesen sein. Bei uns stand das Wasser bis auf die Auffahrt und in den Nachrichten hat man die Schreckensberichte über die arme Bevölkerung mitbekommen. Oft wohnen die ärmsten der Armen direkt an den Flüssen, wie z.B. in Santo Domingo. Für diese Menschen ist die Situation existenz- und teilweise sogar lebensbedrohlich.
Für mich persönlich bedeutete der Regen nur dass ich am Montag und Dienstag überhaupt nicht rauskonnte und dass bis heute, Mittwoch, die Schule für mich ausgefallen ist. Zum einen echt entspannend, zum anderen ein wenig langweilig. Und richtig genießen kann man die Zeit auch nicht, weil man doch an die anderen Menschen in diesem Land denken muss. Wenn es meine persönliche Technik hier wieder zulässt kann ich auch die Fotos von der überfluteten Auffahrt hochladen. Wann das aber ist steht im Moment in den Sternen.

Verdammt nasse Grüße aus der Dominkanischen Republik!
Jan David

Ueberflutet

AFS Camp

Hallo!
Erstmal wollte ich mich entschuldigen dass die im letzten Post so angepriesenen Fotos gar nicht hier sind. Das liegt daran, dass ich zur Zeit ein paar Probleme mit meinem Computer habe.

Kommen wir zu dem letzten Wochenende. Am Freitag war ich auf einer Party in Moca. Diese war von dem Abschlussjahrgang der Schule, in dem die dortigen Austauschschüler sind. Es hat echt Spaß gemacht, es wurde wieder viel und sehr sehr lateinamerikanisch getanzt. Nur habe ich eine Sache nicht verstanden und zwar für welche Altersgruppe die Party war. Zwar waren hauptsächlich so 16- 17-jährige da, aber auch teilweise Eltern und auch kleine Kinder. Ich bin beispielsweise mit meinem kleine Cousin hingegangen und der ist noch nicht einmal zehn.

Am Samstagmorgen ging es dann auf das AFS Post Arrival Camp. Ich habe mich da ziemlich drauf gefreut, denn es ist immerwieder cool die ganzen Austauschschüler zu sehen. Das Problem war nur dass es in den Bergen war und uns niemand davon erzählt hat. Also war es doch kühl. Außerdem hat es die ganze Zeit in Strömen geregnet, was es dann noch ein wenig kühler gemacht hat. Von dem Programm war ich echt ein wenig enttäuscht, das war nicht so doll. Aber dafür gab es da Hängematten, die echt das tollste waren. Ich finde es immer wieder lustig wie eine solche Kleinigkeit plötzlich so wichtig werden kann. Wir lagen da immer zu dritt oder zu viert drin, es wurde viel gelacht und man hatte einfach nur Spaß. Am Abend lagen wir dann da auch drin und haben einfach nur still und leise uns unterhalten. Dummerweise kam dann eine AFS Betreuerin, die wohl etwas strenger ist an und hat uns dann auf unsere Zimmer geschickt. Selbst ein anderer AFS Betreuer meinte über das gesamte Camp dass er sich das lustiger vorgestellt hatte. Allgemein ist mir aufgefallen, dass es sich, wenn man mit einem dominikanischen Akzent Englisch spricht, manchmal wie Deutsch anhört. Seaman wird dann zu Seeman und so...

Ich denke das wars erstmal!
Bis denn!
jd

Dienstag, 23. Oktober 2007

Ein lustiges Wochenende

Hallo!
Das letzte Wochenende war echt schön. Der Freitag war nicht so spekatakulär, aber dafür Samstag und Sonntag umso mehr. Am Samstagnachmittag habe ich schön entspannt und Spanisch geübt, weil mir in wenig langweilig war, habe ich die Zeit genutzt um ein bisschen meine fotografische Ader auszuleben. Könnt euch die Fotos ja in meinem Webalbum angucken. Dann am Abend bin ich mit anderen Austauschschülern zu einer Halloweenparty gefahren. Diese war einfach unglaublich. Sie war in einem Privathaus, allerdings musste man dennoch Eintritt zahlen. Diese Haus war ein kleiner Palast von wo aus man über die ganze Stadt gucken kann. Echt wunderschön. Wir haben viel getanzt und allgemein Spaß gehabt. Obwohl alle geschwitzt haben weil es total heiß war, war es supercool.
Am Samstag sind wir dann mit AFS auf einen kleinen Ausflug gegangen. Es ging nach Samana zu einem Wasserfall. Also mussten wir um fünf Uhr morgens aufstehen weil Samana mit dem Autos so gut dreieinhalb Stunden entfernt ist. Am Morgen nach einer Party ist das natürlich ganz schön heftig. Müde ging es dann in den Bus, aber das sollte sich mit der Zeit dann legen. Am Ziel angekommen mussten wir dann noch ungefähr eine halbe Stunde durch den Wald latschen. Der Weg war total verschlammt… Also sind wir dann sehr dreckig am Wasserfall angekommen. Aber es hat sich total gelohnt, es ist wirklich ein Juwel der Natur. Man konnte direkt unter dem Wasserfall schwimmen, so eine Dusche hatte ich noch nie! Echt traumhaft. Natürlich wurden dann mal wieder jede menge Fotos gemacht. Auch eins von der ganzen Gruppe. Allerdings waren da nicht alle mit, sondern nur die, die Lust hatten und im Norden des Landes waren.
Nach dem Rückmarsch vom Wasserfall ging es dann noch für eine Stunde oder so an den Strand in der Nähe von Las Terrenas. Das war auch sehr cool, allerdings habe ich davon keine Fotos mehr, weil dann der Akku meiner Kamera gestreikt hat. Kann ich ja auch verstehen. Es war echt cool durch Las Terrenas zu fahren, denn eigentlich wäre ich ja in diese Stadt gekommen. Bin aber ganz froh dass das nicht so ist, denn sie ist winzig.
Auf der Rückfahrt habe ich dann endgültig geschlafen, ich war dann doch echt ko. Aber es hat sich gelohnt möchte ich meinen. Guckt euch die Fotos an und macht euch euer eigenes Bild!
Sonnige Grüße aus der Karibik!
jd

El Salto de Limon

Samstag, 20. Oktober 2007

Seit fast 2 Monaten in der Karibik

Hallo!
Heute ist mir aufgefallen dass ich in vier Tagen seit zwei Monaten hier in der Dominikanischen Republik bin. Ich muss sagen dass ich sehr sehr glücklich bin. Mittlerweile habe ich mich wirklich eingelebt und bin gerade dabei meinen Freundeskreis zu erweitern. Zwar mache ich noch relativ viel mit anderen Austauschschülern, aber das ist weniger geworden. Ich hoffe dass ich bald wenn mein Spanisch es denn zulässt fast nur noch was mit Dominikanern mache. Mein Spanisch ist leider immernoch nicht so gut dass ich nur das spreche. Das fuchst mich doch ganz schön. Aber im Moment bin ich dabei ganz intensiv zu lernen, also setze ich mich jeden Tag hin und gucke mir meine Bücher an. Das hat allerdings auch einen speziellen Grund.
Am letzten Donnerstag wurde ich während des Unterrichts von der Direktorin zu ihr gebeten. Diese hatte eine Frage an mich. Es gibt ein Projekt von einer sehr seriösen katholischen Organisation hier, infolgedessen deutsche Ärzte in einem Monat hierherkommen und für sechs Tage in die Berge zu sehr sehr armen Leuten gehen um diese medizinisch versorgen. Sie hat mich gefragt ob es möglich sei dass ich mit denen gehe um als eine Art Dolmetscher zu dienen. Ich möchte das auf jeden Fall machen. Allerdings gibt es selbstverständlich da ein paar Sachen die vorher geklärt werden müssen. Zum einen brauche ich die Erlaubnis von meiner Gastfamilie, von AFS und meiner Mama in Deutschland, zum anderen bin ich mir nicht ganz sicher ob ich der Aufgabe alleine gewachsen bin. Nun versucht die Direktorin herauszufinden ob es auch möglich sei dass zwei Personen da mitkommen. Das würde mir persönlich sehr entgegenkommen, vielleicht ist es sogar möglich dass eine Bekannte von mir das ist, sie war letztes Jahr in der Schweiz und spricht wunderbar Deutsch. Ich hoffe dass das alles klappt, wenn ich näheres weiß dann werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten. Jetzt habe ich zumindest einen richtigen Grund für den es sich wirklich lohnt sich hinzusetzen und zu pauken.
Bis dann!
jd

Sonntag, 14. Oktober 2007

Musik

Hallo!
Die Musik kann man hier grundsätzlich erstmal in zwei Kategorien sehen: einheimische und fremde Musik. Man hört hier zwar auch oft im Radio Lieder wie “Umbrella” (kleiner Gruß an Sepp), aber zum Glück wird hauptsächlich einheimische gespielt. Die bedeutendsten Musikrichtungen hier sind Merengue, Bachata, Salsa und Reggeton. Alle vier sind Tanzmusik. Merengue ist ein sehr einfacher Tanz, man macht nur zwei Schritte. Die Musik ist recht schnell aber macht Spass und bringt einfach gute Laune. Hier ein Video um zu hören, was man nicht beschreiben kann:

Bei Bachata ist es nicht viel schwerer zu tanzen, man macht zwei Schritte und danach dann so eine Art halben Schritt. Die Musik ist etwas langsamer aber hat meiner Meinung nach echt coole Elemente. Es warden ganz viele interessante Percussioninstrumente eingesetzt. Oft sind über längere Abschnitte immer die Kuhglocke mit Vierteln dabei, außerdem hört man immer wieder kleine Konga- und Bongaeinschübe. Hier ein Video um einen Eindruck davon zu bekommen:

Salsa kennt wohl jeder. Das wird hier zwar nicht so viel gespielt aber dafür umso mehr getanzt. Schaut selber:

Diese drei Musikrichtungen sind so die eher klassischen, die die Erwachsenen viel hören. Reggeton ist etwas ganz anderes. Das ist mehr die Untergrundmusik, auch wenn man es immer und immer hört. Die Sänger sind allesamt totale Gangster und die Texte sind mehr als nur ein bisschen versaut, die sollte man nicht versuchen zu übersetzen. An dieser Stelle eines der bekanntesten Lieder von hier, ”Sol Playa y en Arena”:

Ich persönlich mag zwar dieses ganze Gangstergetue nicht, aber wenn man sich an die Musik gewöhnt hat, ist es echt cool.
Allgemein ist auffällig das man fast ausschließlich Männer singen hört. Manchmal denkt man das sei eine Frau, aber es ist nur ein Mann der sehr sehr hoch singt. Ich verstehe echt nicht warum, aber es scheint wohl normal zu sein. Ein anderes Phänomen das mir hier auffällt finde ich ziemlich cool. Dominikaner können nicht still bleiben wenn sie Musik hören. Sie fangen an mitzutrommeln, mit dem Fuß zu wippen und befinden sich ganz schnell auf der Tanzfläche.

Ich hoffe dass das für einen kleinen Eindruck reicht. Bis dann!
jd

Sprachen und andere Verrueckheiten

Hallo!
Jetzt komme ich endlich mal dazu über Sprachen zu schreiben. Die Landessprache hier ist Spanisch. Allerdings ist dieses Spanisch doch teilweise sehr eigen. Zum einen benutzt man hier Redewendungen und so, die Man anderswo gar nicht kennt, z.B. “que lo quefuer was geht ab. Aber es passiert auch oft dass man denkt dass das was eigenes wäre weil man hier sehr eigenwillig die Wörter kürzt und zusammenzieht wie z.B. “¿commo tuta?” für “¿commo tu estas?”. Außerdem gibt es Wörter die oft an das Englische angelehnt sind und wohl aus den leider sehr starken amerikanischen Einflüssen hier herrühren w.B. “Jepeda” für “Jeep”. Bei der Aussprache kann es, besonders wenn man bei eher etwas bildungsferneren Leuten ist, zu echt lustigen Veränderungen kommen. Da wird dann “s” am Ende grundsätzlich weggelassen und “r” oft zu einem “l” und manchmal sogar zu einem “i”. Dann werden dann aus Sätzen wie “¿ Donde esta la Calle de Cameras, Señor? Ah ahí, ¡gracias Señor!” “¿Dóndeta la Calle de Camela, Señol? Ah ahí, ¡glacia Señol!”. Ansonsten ist es halt auch typisch lateinamerikanisches Spanisch, also wird nichts gelispelt und man sagt nie “vosotros”, sondern immer “ustedes”, also die Höflichkeitsform in der zweiten Person plural.

Kommen wir zu mir: Bei mir ist das auch alles ein wenig verrückt, ich lerne irgendwie alles über eine andere Sprache. Also Spansich lerne ich über das Englische und Französisch hier im Unterricht über das Spanische. Nebenbei bemerkt, ich spreche jetzt endlich deutlich besser Spanisch als Französisch. Ich denke auf 80-90 Prozent Deutsch, auf zehn bis 18 Prozent Englisch, besonders wenn ich mich gerade mal wieder auf Englisch unterhalte. Dann, ganz ganz selten, kommen mir schon manche Sachen auf Spanisch durch den Kopf. Besonders verwirrend ist es wenn ich chatte. Das tue ich nämlich fast immer auf drei Sprachen gleichzeitig. Nach Deutschland auf Deutsch und mit meinen Freunden hier auf Spanisch und auf Englisch. Ab und zu passiert es dann dass unabsichtlich die eine Antwort auf der falsche Sprache war. Insgesamt versuche ich immer Spanisch zu sprechen, aber das klappt leider nicht immer. Dann rutscht man ganz aus Versehen ins Englische ab und merkts manchmal gar nicht so richtig. Nur weil es dann plötzlich so flüssig ist.

Ich hoffe ihr habt jetzt einen kleinen Einblick in den sprachlichen Irrsinn bekommen der mich im Moment hier umgibt. Bis dann und viele liebe und sonnige Grüße aus der Karibik!
jd

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Sag mal ist denn heut' schon Weihnachten?

Hallo!
Als ich am Wochenende zum Haus meiner "Tante" gefahren bin dachte ich mir erstmal: huch! Was ist das denn? Das ganze Haus war im vollsten Weihnachtszauber. Eigentlich mag ich das ja auch, allerdings nicht so kitschig, nicht so früh schon im Oktober und nicht wenn es draußen so heiß ist. Ein Tannenbaum sieht doch ein wenig komisch aus wenn man den vor einer Kokospalme sieht... Ich habe mal meine Gastmama also die Schwester meiner Tante gefragt ob das hier normal ist aber die meinte zum Glück dass meine "Tante" da ein wenig anders ist als die meisten hier. Sie liebt die Weihnachtszeit und will sie so lange wie möglich genießen. Guckt euch die Fotos an und macht euch euer eigenes Bild davon.
Liebe Grüße,
jd

weihnachtskram

Dienstag, 9. Oktober 2007

Im Zoo

Hallo!
Am Wochenende war ich auf wieder in Moca. Da mein Cousin immernoch unbedingt mit mir in den Zoo gehen wollte konnte ich ihm natürlich den Wunsch nicht schon wieder verwehren. Also bin ich mit ihm und seinen kleinen Bruder losgegangen um den sehr beschaulichen Zoo von Moca anzugucken.Dieser war dann auch in etwa so wie ich es mir gedacht hatte. Leider. Alles in allem war er nicht nur klein sondern echt heruntergekommen und dreckig. Alle Käfige waren viel zu winzig für die Tiere. Durch den Zoo lief ein Fluss. Ich habe erstmal gedacht wie cool und mir Gedanken darüber gemacht wie man den denn am sinnvollsten gestalterisch nutzen kann. Das taten die Zoobesitzer allerdings nicht. Der Fluss war total dreckig und überall lag Müll darin.
Auf Sicherheit wurde auch nicht so geachtet. Die Tiger hatten die gleichen Gitter wie die Hühner. Naja aber das war wohl nicht so schlimm denn die sind sowieso schon viel zu träge um irgendetwas zu machen. Mir fiel spontan erstmal der Panther von Rainer Maria Rilke ein:

Sein Blick ist vom vorübergehen der Stäbe
so müd' geworden dass ihn nichts mehr hält,
Es ist als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig, starker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz um eine Mitte,
In der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf,
Dann geht ein Bild hinein,
Geht durch der Glieder angespannter Stille
Und hört im Herzen auf zu sein.

Alles in allem fand ich den Zoobesuch irgendwie ein wenig erschreckend. Mir wird durch solche Erlebnisse wieder bewusst dass ich nicht in Deutschland bin, wo immer irgendjemand für etwas zuständig ist. Wer soll hier denn für Ordnung sorgen? Die Polizei? Naja also mich überzeugt die wenig.
Bis dann und dennoch herzliche Grüße!
jd

Mein neues "Zuhause"

Hallo!
Ich möchte euch mal zeigen wie ich hier wohne, nachdemich es schon so oft beiläufig erwähnt habe. Ihr könnt euch am besten einfach mein Webalbum angucken, dann bekommt ihr wohl den besten Eindruck. Ich hoffe dass ich es noch schaffe alles schön zu beschriften.
Viele liebe Grüße!
jd

casa

Samstag, 6. Oktober 2007

Zur Demokratie

Gestern ist mir etwas in der Schule passiert was ich zunächst nicht so ganz verstanden habe. Zunächst sollte ich sagen dass wir gestern mal wieder einen der Tage hatten an dem man zur Schule das anziehen durfte was man wollte. Ich bin dann mit Jeans und meinem dunkelvioletten Poloshirt zur Schule gegangen. In der großen Pause meinte dann jemand dass es passieren kann, wenn ich ein T-Shirt in dieser Farbe am 10. und 11. Juli oder so anhaben werde und die mich für einen Dominikaner halten, dass ich dann ein bisschen Geld zugesteckt bekomme. Wenn ich dann auch noch einen gelben Stern tragen würde dann wäre es sogar recht wahrscheinlich. Ich als Deutscher war natürlich über gelbe Sterne und so etwas total geschockt und wusste überhaupt nicht was die von mir wollten. In meinen Gedanken hatte ich mir schon das schlimmste ausgemalt. Dann wurde ich allerdings aufgeklärt dass ich damit sagen würde dass ich die PLD, also die Partei des derzeitigen Präsidenten Dr. Leonel Fernandéz wählen würde. Na ja damit waren zwar meine Befürchtungen weg, aber so toll finde ich das auch nicht. Es hat ja dann wohl nichts mehr mit Demokratie zu tun...Vielleicht bin ich auch ein bisschen zu pingelig hier für diese Lebenseinstellung. Aber diese Pingeligkeit will ich mir auch nicht nehmen lassen.

Mittlerweile nur noch bewölkte Grüße aus der Karibik, die Sonne kommt hoffentlich bald wieder!
jd

Freitag, 5. Oktober 2007

Regen

Hallo!
Die letzten Tage hat es die ganze Zeit geregnet und geregnet... Am Anfang fand ich es ganz cool denn es macht ein Haus gaanz schön gemütlich wenn Regen auf das Dach prasselt. Außerdem hat es mich angenehm an Deutschland erinnert. Aber was zu viel ist ist zu viel. Ich habe sogar schon meine Familie gefragt ob es hier so etwas wie Regenzeiten oder so gibt, aber die meinten zum Glück nein. Also muss ich mich nur noch ein bisschen gedulden bis hier wieder endlich die Sonne scheint...
jd

Regenwetter

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Free Burma!


Free Burma!


about

Dia de la unidad alemana

Hallo!
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis heute am Tag der deutschen Einheit eine Rede in der Schule zu halten. Also habe ich mich hingesetzt und erstmal auf Deutsch angefangen zu schreiben was ich sagen will. Danach habe ich das versucht ins Spanische zu übersetzen. Danach habe ich das meinem Spanischlehrer David gegeben, damit er das korrigieren kann. Das hat er dann auch gemacht und ganz entgegen meiner Erwartungen war gar nicht so viel falsch. An dieser Stelle möchte ich meinen Spanischlehrer auch noch einmal ganz besonders loben. Er ist einer der besten Lehrer denen ich je begegnet bin. Und er ist erst Anfang dreißig. Wenn er etwas erzählt hören alle, wirklich alle, zu. Wenn er nach hinten geht, drehen sich dreißig Köpfe mit ihm. Seine Ausstrahlung ist so fantastisch, dass sogar ich an seinen Lippen klebe auch wenn ich kaum etwas verstehe. Leider.
Heute habe ich dann vor den dreihundert Schülern unserer Schule die kurze Rede gehalten. Wir waren ja wie jeden Morgen sowieso draußen für den Fahnenappell. Ich habe mir überlegt dass ich jetzt einfach mal die kleine Rede in Spanisch abtippe.

Hola!
Me llamo Jan David, yo soy el estudiante de intercambio de Alemania.
Yo estoy aqui, porque hoy es la fiesta nacional de Alemania. El nombre de dia es en Aleman"Tag der Deutschen Einheit", en Espanol "el dia de la unidad alemana". Hace 17 anos dos paises se convirtieron en un solo pais, mi pais natal.
Depues del fin de la Segunda Guerre Mundial de 1945 Alemania fue dividada en cuatro zonas de ocupacion. Una zona francsca, una inglesa, una americana y otre rusa. En el mayo 1949, cuatro anos despues, se fundo la RFA, la Republica Federal de Alemania, que unio las zonas francesa, inglesa y americana. Seis meses despres se fundo la RDA, la Republica Democratica Alemania en la zona rusa. A partir de este momento se construyo la frontera ene este y oeste en medio de Alemania. Por la guerra fria eos dos paises se hicieron mas diferentes. La RFA se hizo democratica, la RDA socialista. El simbolo de la seperacion fue la Muro de Berlin.
Por cuarenta anos existieron dos paises Alemanes. Hasta la reunion que la noche del tercero octubre en que con un humor de fiesta, delante del portal de Brandenburgo, cien mil persones estavieron ahi para celebrar la unidad alemana.
Delante de la reichstag ha enarolo primero la bandera de la unidad. Durante la ceremonia ofical delante de la Berliner Philharmonie repicaron las companas de la libertad.
Nadie puede estar seperado de sus hermanos o no es libre!


Jan David

Dienstag, 2. Oktober 2007

Streik

Hallo!
Heute habe ich viel Zeit denn ich habe frei obwohl ich damit gar nicht gerechnet habe. Gestern Abend hat mir meine Familie erzählt dass wir heute frei haben, weil gestreikt wird. Zunächst dachte ich das sei ein Scherz, denn ich habe mir hier Streiks so wie in Deutschland vorgestellt: eine bestimmte Arbeitergruppe oder vielleicht sogar mehrere die die Arbeit für einen bestimmten Zeitraum niederlegen. Hier ist das allerdings völlig anders. Hier arbeitet an einem Tag niemand. Also wirklich fast gar keiner. Außer manchen Sicherheitleuten und so. Der ganze Tag hat den Charakter von Ausnahmezustand. Niemand geht raus aus dem Haus weil das zu gefährlich ist. Draußen auf der Straße, so meinte meine Familie, kann es passieren dass Steine fliegen, dass die Feuer anzünden und so weiter. Und Straßenbarrikaden soll es auch geben. Ich bekomme davon allerdings nichts mit, weil wir hier in unserem Wohngebiet ja in gewisser Weise isoliert sind. Das ist manchmal auch ganz gut so. Allerdings habe ich dann natürlich alles was ich hier schreibe nicht selber erlebt sondern ich kenne es nur von den Erzählungen meiner Familie. Wofür die letztendlich streiken habe ich noch nicht verstanden. Auf jeden Fall machen die das so ein bis zweimal im Jahr. Und morgen soll wieder alles ganz normal sein. Na ja mal gucken wie das so wird, zumindest konnte ich dann heute mal richtig schön ausschlafen.
Bis dann!
jd

Montag, 1. Oktober 2007

Eindrücke und Geschichten

Ich habe mich entschlossen hier sowohl einfach zu berichten was ich in meinem Auslandsjahr mache, als auch meine Eindrücke von hier zu reflektieren. Ich könnte jetzt wieder aufzählen wann ich mit wem wohin abends ausgegangen bin aber das würde das ganze ein wenig eintönig machen. Dennoch werde ich erstmal erzählen was hier so passiert ist:

In den letzten Tagen habe ich einen Großsteil der Familie meines Gastpapas kennengelernt, denn seine Mutter war das Wochenende und ein paar Tage vorher bei uns weil sie eine große Augenoperation hatte und deshalb noch nicht sofort nach hause fahren konnte. Daraufhin ist dann die Familie gekommen um sie zu besuchen, seelisch zu unterstützen und einfach mal abzulenken. War echt nett. Mein Gastpapa hat zwei große Brüder, eine große Schwester und einen kleinen Bruder. Seine Schwester ist sogar extra aus Florida hierhergekommen.
Am Samstag habe ich am Nachmittag drei andere Austauschschüler aus Santiago eingeladen. Reid und Hannah aus den Vereinigten Staaten und Tomas aus Belgien. Tomas ist ein ziemlich schräger Typ. Ich bin mir bis heute nicht sicher ob ich ihn ziemlich cool, oder nervig finde. Er ist so der saucoole und gechillte Strandtyp, er spielt Gitarre und singt in einer Rockband, raucht und trinkt verdammt viel. Na ja also wie man ihn findet ist jedermanns Sache, aber er ist nett. Hat aber auch eine echt gruselige Geschichte erzählt. Sein Bruder zu Hause in Belgien hatte vor drei Tagen einen Unfall. Irgendwie ist er in einen Stacheldraht gerannt und da mit dem Hals hängen geblieben. Es hörte sich richtig gemein an, aber anscheinend hat er schon das Schlimmste überstanden. Bin ich froh dass ich solche Probleme nicht habe...
Mein genialer Eindruck von dem tollen Umgang hier mit der Natur hat sich leider bestätigt. Zum einen sehen sie und wissen sie dass es in diesem Land einfach viel zu viel Müll gibt, aber dennoch sehen sie nicht ein Müll einzusparen wenn es möglich ist. Als wir Pizza gegessen haben, die wir uns bestellt haben, was am Sonntag war, war Nena unsere Hasuhälterin nicht da. Da man aber das Geschirr nicht selber abspülen kann muss man natürlich Plastikteller nehmen die man danach dann wegschmeißt. Na toll. Als meine Gastmama sie dann aus dem Schrank geholt hat, habe ich sie gefragt warum wir denn nicht die normalen nehmen, woraufhin sie dann fragte ob ich denn abwaschen wolle, was ich bejahte. Sie lachte aber nur herzlich, es war wohl eine rhetorische Frage. Gut ich bin jetzt gerade echt pingelig, aber wenn man einen so verschwenderischen Lebensstil die ganze Zeit sieht, dann kann auch ein kleiner Tropfen das Fass zum Überläufen bringen.

Das wars dann erstmal wieder.
Bis denn!
jd

¡fíjate!

Hallo,

hier ist ausnahmsweise mal nicht jd.

Ich wollte nur mal eben auf Maikes Blog aufmerksam machen. Maike ist zur Zeit in Gambia und will von dort aus auch ein wenig bloggen.

Ich mach den Flugsaurier! Maike in Gambia


Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
Señor Gerken, bitte übernehmen Sie!

PS für Nicht-Pfadfinder: Maike ist auch eine Pfadfinderin. Wer hätte das gedacht!