Freitag, 30. November 2007

Con los medicos de Alemania

¿Hola, commo estan?
Genauso herzlich wurden wir, die Gruppe der deutschen Ärzte und ich, in Las Lagunas empfangen. Das ist der Name des kleinen Dorfes in den Bergen in der Mitte der dominikanischen Republik. Für uns war es der Ort an den wir gekommen waren um den Leuten so gut wie es geht medizinische Hilfe zu bieten. Mit vier Internisten, drei Zähneärzten, zwei Krankenschwestern, einer Physiotherapeuten, einem Kinderarzt und einem Apotheker und mir ging es am Montag, dem 19 November los in die Berge. Am Ziel angekommen mussten wir zunächst die Apotheke mit den Medikamenten bestücken, die Zimmer beziehen und nach der über vierstündigen Busfahrt über Stock und Stein etwas essen. Gewohnt haben wir in Häusern von Familien, die uns freiwillig aufgenommen haben. Bekocht wurden wir zentral von einer Familie, die sich freundlicherweise dazu bereiterklärt hat. Wir wurde mit großer Gastfreundschaft empfangen.
Am Dienstagmorgen begann dann der erste Arbeitstag. Ich sollte bei Thomas, einem Internisten aus Garmisch-Patenkirchen arbeiten. Meine Aufgabe bestand darin zu übersetzen und mit den Patienten zu reden. Nach einiger Zeit wusste ich langsam, was ich fragen soll und wie ich auf eine bestimmte Beschreibung eines Problems eingehen soll.
Am Dienstag kamen weitere Übersetzer, sodass ich von dem Internisten zum Kinderarzt versetzt wurde, wo ich dann bis zum Ende blieb. Im Gegensatz zu allen anderen, die aus dem tiefen Süden Deutschlands kamen, war er wie ich aus dem Norden und wohnt nur 40 Kilometer von mir zu Hause weg. Die Arbeit bei dem Kinderarzt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war schön den ganzen Kleinen zu helfen und sie von Problemen und Krankheiten zu befreien. Sehr froh war ich, dass es keine ernsthaften Erkrankungen gab. Die meisten klagten über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Parasitenbefall auf der Haut. Auch gab es viele Mittelohr- und Harnwegsentzündungen. Ein Patient war auch aus medizinischer Sicht sehr interessant, denn er war, wie wir mit dem tragbaren Ultraschallgerät festgestellen konnten, anatomisch völlig anders aufgebaut. Alles war verdreht, das Herz saß auf der rechten Seite und nichts war an dem eigentlichen Platz. Dies ist allerdings völlig ungefährlich und nur eine Besonderheit der Natur. Nur muss er aufpassen, wenn er jemals operiert werden sollte denn dann müsste der Arzt völlig umdenken. Über diesen Patienten haben sich natürlich ganz besonders die jungen Internisten gefreut, denn so etwas ist sehr selten und man bekommt das nicht sehr oft zu sehen.
Nach Tagen voller Spaß, Arbeit, gemeinsamen abendlichen Zusammensitzen mit Gitarre und einigen katholischen Messen sollte es sich dann aber leider doch dem Ende nähern. Am letzten vollen Tag, am Donnerstag, wurde am Abend eine Feier zum Abschied veranstaltet. Alle tanzten Merengue und erfreuten sich der typisch dominikanischen Getränke. Die beiden jungen Zahnärzte, die bei uns bisher eher als Workaholics bekannt waren stellten sich als sehr gute Tänzer heraus. Besonders auch die beiden sehr hübschen ortsansässigen Zahnarzthelferinnen waren begeisterte Tänzerinnen. Alle tanzten mit allen, jung mit alt. So hat es unseren 62-jährigen Apotheker angenehm überrascht, dass die jungen, hübschen Mädels sich darüber gefreut haben mit ihm tanzen zu dürfen. Alles in allem war es ein sehr sehr gelungener Abend und alle gingen vergnügt nach Hause.
Am Freitagmorgen behandelten wir die letzten Patienten und packten dann die Medikamente wieder ein. Dann kam es, nachdem auch als letztes die Zahnärzte fertig waren, leider schon zum Abschied. Ich wurde mehrfach gefragt, ob ich da nicht bleiben will, aber ich meinte, dass ich das meiner Familie in Deutschland nicht antun kann und dass ich denen versprochen habe wiederzukommen.
Am Abend waren wir alle gemeinsam zum Essen eingeladen, was wir auch sehr genossen. Danach habe ich noch den beiden jungen Zahnärzten und Thomas die beliebteste Disko in Santiago gezeigt, das Zoom.

Für Samstag und Sonntag sind wir nach Sosua an den Strand gefahren um dort die Woche voll Arbeit angenehm ausklingen zu lassen. Wir haben es alle sehr genossen am Meer zu liegen und in die Wellen zu springen. Diese standen denen an der Nordseeküste in nichts nach, sodass wir einige Male echt umgehauen wurden. Am Abend war dann aber für mich auch diese letzte Etappe des Ausfluges mit den Ärzten vorbei. Sie mussten ihren Flieger und ich meinen Bus nach Hause erreichen. So kam es dann zum Abschied. Im Bus überkam mich das mir wohl bekannte Gefühl der Leere nach einer tollen Zeit. Allerdings habe ich auch gleich wieder neue Leute kennengelernt, mit denen ich mich echt nett unterhalten konnte.

Alles in allem eine echt tolle Woche.
Bis dann und viele liebe Grüße!
Jan David


Con los medicos de Alemania

Dienstag, 20. November 2007

Blogupdates

Hallo!

Hier ist mal nicht Jan David, sondern der Blogger hinter den Kulissen.
Ich wollte nur schnell ein paar Worte zu Neuerungen hier im Blog loswerden:

  • Ich habe einen Countdown eingerichtet. Auf der rechten Seite über Jan Davids Bild kann man jetzt ablesen wann Jan David wiederkommt.
  • Unter Jan Davids Bild kann man sich ab sofort für eine E-Mail Benachrichtigung eintragen. Wenn Jan David etwas schreibt bekommt man eine kurze Nachricht an die gewünschte E-Mail Adresse. Funktioniert so: Nach dem Klick auf "abonnieren" muss man zur Bestätigung ein kurze Zeichenfolge eingeben und bekommt eine E-Mail zugesandt. In der E-Mail (auch im Spam-Ordner gucken!) findet man einen weiter Anweisungen und einen Aktivierungslink. (Diese Prozedur verhindert das unerwünschte Werbung in den Kommentaren auftaucht, neulich musste ich schon einmal Werbung löschen)
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Ingmar

Freitag, 16. November 2007

Mit den Ärzten in die Berge

Hallo!
Wie ich ja schon in einem vorherigen Post geschrieben habe, wurde ich von meiner Schulleitung gefragt, ob es möglich sei, dass ich mit Ärzten aus Deutschland in die Berge fahre um dort den Menschen zu helfen. Ich war natürlich gleich dabei, aber musste mich zunächst um die Genehmigung von meiner Mutter in Deutschland, dann die Genehmigung von meinen Gasteltern hier und die Genehmigung von AFS holen. Das habe ich zu Glück endlich erledigt.
Gestern habe ich das Center von ILAC, der Organisation mit der ich in die Berge fahren werde, besucht. Diese Center hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Alles war ordentlich und wirkte sehr angenehm. Dort habe ich dann endlich die lang ersehnten Informationen über den Trip mit den Ärzten bekommen. Wir werden uns am Sonntag gemeinsam im Center treffen und dort alles besprechen. Am nächsten Tag, also am Montag, geht es dann los in die Berge - nach Las Lagunas, der Ortschaft in der wir unsere Arbeit verrichten warden. Das Team besteht aus zwölf deutschen Ärzten, drei einheimischen Ärzten, und einigen Freiwilligen zu denen auch ich gehöre. Meine Aufgabe wird es wohl hauptsächlich sein die ganze Zeit zu übersetzen. Auch wenn mein Spanisch noch nicht so gut ist wie es eigentlich sein sollte, denke ich, dass ich das schaffen werde.
Ich persönlich freue mich sehr über das Abenteuer und finde es gut, dass ich die Möglichkeit habe den Leuten zu helfen. Natürlich wird es danach einen ausführlichen Bericht von mir geben.
Bis dann!
Jan David

Samstag, 10. November 2007

Die besinnliche Weihnachtszeit

Jetzt ist wie auf ein Zeichen überall und nicht nur bei meiner Tante, die Weihnachtszeit ausgebrochen. Allerdings ist das hier selbstverständlich alles ein bisschen anders. Es ist deutlich kitschiger und mehr.
In der Schule, am Eingangstor zu unserem Wohngebiet, eigentlich überall erwarten einen Plastikbäume. Bei uns selbst wird nicht nur ein wenig Deko aufgestellt, nein, mehr oder weniger überall wird auf Weihnachten umgestellt. Es gibt extra Weihnachtsteller, statt Plastikfrüchten sind jetzt Christbaumkugeln in Glasbehältern als Deko, überall liegen Plastiktannenbaumäste herum; es ändert sich einfach alles. Ich kann es nicht leugnen, ich finde die Deko in Deutschland besser. Es ist auch alles feierlicher, wie z.B. beim Weihnachtsbaum:
In meiner Familie ist das Aussuchen des Weihnachtsbaumes immer eine großer Brauch. Zwei, drei Tage vor Weihnachten fahren wir gemeinsam zum Weihnachtsbaumverkauf und suchen einen Tannenbaum aus. Er ist irgendwie immer zu groß, aber alle lieben ihn. Dann wird er an Heiligabend in das Wohnzimmer getragen und in den vorher ausgewählten Farben geschmückt. Damit wird dann gemeinsam das fast unerträgliche Warten auf die Bescherung überbrückt.

Hier habe ich heute mit der Hausangestellten den Plastikbaum vom Dachboden hinuntergetragen und nun wird er von meiner Gastmutter geschmückt. Dann wird er wohl dastehen und die ganze Zeit versuchen uns in Weihnachtsstimmung zu versetzen, was allerdings bei fast dreißig Grad im Schatten ein wenig schwieriger ist.

Ich bin selber noch sehr unentschlossen ob ich eher auf Abstand gehen soll und versuchen sollte das Weihnachtsgetue zu ignorieren, oder ob ich mir lieber Weihnachtslieder herunterlade und mich in die absolute Weihnachtsstimmung zu versetzen.
Im Moment tendiere ich eher zum Zweiteren.

Bis dann und viele liebe Grüße (Für “Fröhliche Weihnachten” ist es dann doch noch zu früh…),

Jan David

Alltaeglichkeiten

Hallo!
Erstmal vorweg, es hat sich alles wieder völlig normalisiert und zu mindestens dort wo ich lebe, kann man die Folgen des Hurricanes kaum spüren.
Hier läuft das Leben weiter munter vor sich hin. Die letzte Woche habe ich ganz viel mit Hannah gemacht, der Amerikanerin, mit der Ich zusammen Schlagzeug- und Gitarrenunterricht habe. Es ist echt schön, sie ist eine ganz Nette und einfach ein guter Kumpel, mit dem man über alles reden kann.
Gestern, also am Freitag, war ich auf einer Art offiziellen Schulparty des Abschlussjahrgangs von einem anderen Austauschschüler. Was ich echt schön fand, dass fast alle Austauschschüler aus Santiago da waren. Echt eine coole Geste.

Bis denn!
jd