Hallo!
Am Wochenende war ich auf wieder in Moca. Da mein Cousin immernoch unbedingt mit mir in den Zoo gehen wollte konnte ich ihm natürlich den Wunsch nicht schon wieder verwehren. Also bin ich mit ihm und seinen kleinen Bruder losgegangen um den sehr beschaulichen Zoo von Moca anzugucken.Dieser war dann auch in etwa so wie ich es mir gedacht hatte. Leider. Alles in allem war er nicht nur klein sondern echt heruntergekommen und dreckig. Alle Käfige waren viel zu winzig für die Tiere. Durch den Zoo lief ein Fluss. Ich habe erstmal gedacht wie cool und mir Gedanken darüber gemacht wie man den denn am sinnvollsten gestalterisch nutzen kann. Das taten die Zoobesitzer allerdings nicht. Der Fluss war total dreckig und überall lag Müll darin.
Auf Sicherheit wurde auch nicht so geachtet. Die Tiger hatten die gleichen Gitter wie die Hühner. Naja aber das war wohl nicht so schlimm denn die sind sowieso schon viel zu träge um irgendetwas zu machen. Mir fiel spontan erstmal der Panther von Rainer Maria Rilke ein:
Sein Blick ist vom vorübergehen der Stäbe
so müd' geworden dass ihn nichts mehr hält,
Es ist als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig, starker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz um eine Mitte,
In der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf,
Dann geht ein Bild hinein,
Geht durch der Glieder angespannter Stille
Und hört im Herzen auf zu sein.
Alles in allem fand ich den Zoobesuch irgendwie ein wenig erschreckend. Mir wird durch solche Erlebnisse wieder bewusst dass ich nicht in Deutschland bin, wo immer irgendjemand für etwas zuständig ist. Wer soll hier denn für Ordnung sorgen? Die Polizei? Naja also mich überzeugt die wenig.
Bis dann und dennoch herzliche Grüße!
jd
1 Kommentar:
Hallo!
Ich bin es nochmal selber. Vielleicht ist dem ein oder anderen aufgefallen, dass mir ein paar Fehler in dem Gedicht eingeschlichen sind. Das liegt daran, dass ich das immernoch auswenig wusste undd eshalb das aus dem Kopf aufgeschrieben habe. Hier ein kleines Lob an meine Deutschlehrerin. Hier dei korrekte Fassung:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
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