Hallo!
Es ist zwar schon etwas her, aber jetzt komme ich endlich dazu von einer weiteren Hilfsaktion mit ILAC zu berichten. Vor zwei Wochen kamen amerikanische Augenärzte mit tausenden von Brillen hierher um die Menschen vom Land mit dringend benötigten Sehhilfen auszustatten. Da mich die Koordinatorin von diesem Projekt schon von der Aktion mit den deutschen Ärzten her kannte, fragte sie mich, ob es möglich sei, dass ich zum Übersetzten mitkomme. Wieder war ich Feuer und Flamme, doch zunächst musste ich mich wie immer um alle Erlaubnisse kümmern. Alles schien wunderbat bis ich bei AFS anfragte. Dort war man dagegen, dass ich wieder ein paar Tage lang nicht zur Schule gehe um ILAC zu helfen. Nach langem Geringe durfte ich dann einen Tag gehen. Aber dieser Tag hat sich echt gelohnt.
Ich musste um halb sechs aufstehen, denn das Frühstück im ILAC-Center fand um sechs Uhr statt. Dort angekommen habe ich dann auch endlich die Gruppe kennengelernt. Es waren sehr nette, aber auch relativ strenge Leute. So musste man aufpassen, dass man KEIN einziges Schimpfwort über die Lippen bringt, was am Anfang gar nicht so leicht war, denn ich war ja gewöhnt immer mit Jugendlichen auf Englisch zu sprechen. Nachdem ich mich den Sitten angepasst habe, ging es endlich mit dem Bus in die Berge zu dem Dorf in dem wir an diesem Tag helfen sollten. Dort angekommen, wurde mir meine Aufgabe erklärt. Ich arbeitete in der Brillenausgabe und sollte Brillen nach dem vom Augenarzt ausgestellten Rezept raussuchen, den Leuten diese erklären und den Ärzten bei gegebenen Verständigungsproblemen zur Seite stehen.
Die Zeit verging wie im Fluge und plötzlich saßen wir schon im Bus auf der Rückfahrt. Dort hatten Hannah und ich noch sehr viel Spaß mit einer Ärztin und dem Fahrer, die wir schon von vorher kannten. Wir haben schön laut auf Spanisch geredet und konnten auch wieder die verpönten Kraftwörter benutzen. Nur einmal ist mir zu Hannah rausgerutscht:" Well I am so fucking tired right now...", daraufhin erntete ich einen ganz bösen Blick von einer eigentlich sehr netten Ärztin.
Zu Hause angekommen schenkten uns die Amerikaner noch als Dankeschön für die Hilfe zwei Riesenpötte Erdnussbutter. Typisch amerikanisch. Und alle die Hannah kennen, können sich vorstellen wie sie sich darüber gefreut hat.
Bis dann und noch viele liebe Grüße von der Insel!
jd
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| Brillen für die Welt |

1 Kommentar:
mensch, du bist ja auch immer gut in aktion was? finde ich gut.
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