Sonntag, 27. Januar 2008

Ein Grund zum Feiern

Hallo!
Diese Wochenende gab es in Santiago mehr als nur einen Grund zu feiern. Zum einen ist es der 193 Geburtstag von Juan Pablo Duarte, einem der "Väter" der Dominikanischen Republik und zum anderen sind "Las Aguilas" Baseballmeister geworden und werden nun bei der karibischen Meisterschaft in Santiago gegen Venezuela und Mexico antreten. Puerto Rico kann diese Meisterschaft leider nicht antreffen, da ihre Baseballliga zur Zeit in einer Krise steht.
Der Tag begann schon in der Schule besonders. Dort gab es zum Geburtstag von Juan Pablo Duarte viele Aufführungen zum Thema. Alle Klassen stellten führten etwas auf. Manche tanzten, andere spielten ein Theaterstück und wieder andere verkleideten sich als typische Dominikaner. Vom Beachboy zum Telefonkartenverkäufer und vom Schuhputzer bis zum Millionär war einfach alles dabei. Der Höhepunkt war eine Art Parade der Besten. Alle Schüler die einen Notendurchschnitt von 90,0 oder besser auf einer Skala von 0-100 Punkten hatten, marschierten in Paradeuniformen und dem Schulbanner in die Turnhalle. Alle waren ungeheuer Stolz auf ihr Land. Dieser Patriotismus ist für mich schon mal etwas neues, denn in Deutschland ist Nationalstolz ja verpönt. Ich fand die Vorstellungen sehr schön auch wenn manche Dinge mir natürlich sehr fremd und eigenartig vorkamen.
Am Abend war ich auf einem Konzert in der Nähe des Monumentes im Herzen Santiagos. Während dieses Konzertes hörte man von überall Freudenschreie der Aguiluchos, denn diese waren auf dem besten Wege zu gewinnen. Als dann auch noch der Aguilasmerengue gespielt wurde, war es endgültig sicher, Las Aguilas werden gewinnen. Nachdem abgepfiffen wurde, gingen alle mit und ohne Auto auf die Strasse und feierten ihre Mannschaft. An die Autos wurden Dosen gehängt und hinterhergeschliffen, alles war laut aber einfach faszinierend. Nur der Nachhauseweg war sehr sehr seltsam, denn wir mussten an dem Monument vorbei. Hier war allerdings halb Santiago versammelt und trank und feierte. Natürlich fielen wir als "Gringos" auf und alle Leute dachten wir wären Touristen. Im Endeffekt war ich sehr froh zu hause in meinem Bett zu liegen.
Am nächsten Tag war es fast so ruhig wie an Neujahr. Man merkt es den Dominikanern an, dass sie sehr gut im Feiern sind. Allerdings mögen sie ihren Brugal einfach viel zu gerne, also sind sie alle am nächsten Tag total verkatert. Aber es war ja auch wirklich ein Grund zum Feiern.
Jan David

Bestenparade

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